Kultur

Vernissage im Aschauer Rathaus

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Expedition Hoiz“ nennen Malerin Elvira Schmidt und Holzbildhauer Mathias Schneider ihre erste gemeinsame Kunstausstellung im Rathaus von Aschau; mittlerweile sind die beiden nach Rosenheim, Schnaitsee und München an der vierten Station und am vierten Ausstellungsort angekommen. „Wir teilen beide die Leidenschaft am Werkstoff Holz und legen beide künstlerisch „Hand aufs Hoiz“. Wir entdecken verborgene Welten in heimischen Hölzern und Holzfundstücken, ganz egal ob handfest und nachhaltig oder poetisch und manchmal ein wenig skurril“, so die beiden bei der Vernissage zur Ausstellung im Foyer des Rathauses. Holz verbindet die beiden: Elvira Schmidt bewahrt Holz, das sonst weggeworfen oder verheizt worden wäre, vor der Vernichtung und führt es durch Umgestaltung einer neuen Verwendung zu. So werden aus alten Schranktüren, aus verwurmten Truhendeckeln und klapprigen Fensterläden durch Farben, Klebstoff und Ausrisse aus alten Büchern ganz neue Kunstobjekte. Astlöcher, Wurmgänge und Risse im Holz werden ins Geschehen eingearbeitet und geben, zusammen mit den Farben, ganz neue phantasievolle Bilder. Bildhauer Mathias Schneider nennt sich einen Bildhauer mit Freude, er arbeitet an freien Skulpturen. Dabei verwendet er vorzugsweise einheimische Holzarten, es gibt nur wenige heimische Baumarten, die er nicht nutzt. Die Größen seiner Werke reichen vom „spannenlangen Hansel“ bis zur Vier-Meter-Vollholzplastik. Bereits vor fünf Jahren zeigte Mathias Schneider seine Werke erstmals im Aschauer Rathaus. Die Ausstellung „Expedition Hoiz“ ist bis zum 20. April während der üblichen Öffnungszeiten in den Räumen des Aschauer Rathauses zu sehen.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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