Kirche

Verabschiedung bei Evang.-Luth Dekanat Rosenheim

Am Sonntag, 12. Juli wurde im Rahmen eines Gottesdienstes in der Rosenheimer Erlöserkirche Pfr. Andreas Fuchs aus dem Amt als stellv. Dekan von Dekanin Häfner-Becker mit sehr großem Dank entpflichtet. In Corona-Zeiten, mit Abstand und Distanz ist das alles andere als einfach. Emotionen können nicht zum Ausdruck gebracht werden und der Segen zur Entpflichtung kann nicht aufgelegt, sondern muss auf Distanz zugesprochen werden. Alles etwas befremdlich. Aber der neuen Rosenheimer Dekanin, die seit 15. Februar im Amt ist, blieb leider keine andere Wahl, um dem verdienten Kollegen aus seinem Amt scheiden zu lassen.

“Sie bleiben dem Dekanat ja in ihrer eigentlichen Funktion als Klinikseelsorger am Klinikum Rosenheim erhalten und stehen mir mit Ihrem Wissen im Hintergrund weiter zur Verfügung. Dafür, und auch für die gute Begleitung bei der Amtsübernahme, bin ich sehr dankbar.“ betonte Dekanin Häfner-Becker in ihrer Ansprache.

Seit Januar 2011 hatte Pfarrer Andreas Fuchs dieses Amt inne. Damals wurde er von Dekanin Hanna Wirth in Anlehnung an das 1. Buch der Chronik mit den Worten „Mach dich auf“ in sein neues zusätzliches Amt eingeführt. Seitdem hat er sich auf gemacht und sein Amt und den damit verbundenen Auftrag mit viel Engagement, zeitlichem Einsatz, Umsicht und Kollegialität ausgefüllt.

Stellvertretender Dekan im Dekanatsbezirk Rosenheim zu sein, bedeutet ganz konkret, in die Leitung des Dekanats eingebunden zu sein. In erster Linie ist man natürlich Stellvertreter der Dekansperson und leitet die Amtsgeschäfte im Falle der Abwesenheit. So hat Pfarrer Andreas Fuchs auch die Zeit der Vakanz auf der Dekansstelle von Oktober 2019 bis Februar 2020 ganz selbstverständlich ausgefüllt. Durch sein Amt war er aber auch Mitglied der Dekanatssynode und im Dekanatsausschuss, wodurch er auch direkten Einfluss auf die Kirchenleitung der Region hatte. Zusätzlich kamen themenbezogene Arbeitskreise und ein Sitz im Beirat der Stiftung Kirchen(T)räume Oberbayern dazu.

Bereits im Herbst letzten Jahres, vor der Vakanzzeit, hatte Pfr. Fuchs angekündigt, sein Amt als stellv. Dekan im Dekanatsbezirk Rosenheim, sobald die neue Dekansperson im Amt ist, niederzulegen. „Damit kann sich die neue Dekansperson ihre Stellvertretung selber aussuchen, ohne dass der Eindruck entsteht, dass mein Rücktritt etwas mit der neuen Dekansperson zu tun hat“ begründete damals Pfr. Fuchs seinen Schritt, der für alle überraschend kam.

Synodalpräside Martin Busch dankte Pfr. Fuchs für die fruchtbare, zielorientierte und menschliche Zusammenarbeit in insgesamt vier Amtsperioden der Dekanatssynode. Eine lange Zeit mit Vielem, was man gemeinsam angestoßen und bewirkt hat. Auch der stellv. Senior des Rosenheimer Pfarrkapitels Pfarrer Reinhold Seibel aus Stephanskirchen dankte Andreas Fuchs . Im Namen des gesamten Pfarrkapitels machte er deutlich, wie wertvoll Beurteilungen und Jahresgespräche mit ihm waren, weil dabei immer die kollegiale Beratung im Vordergrund stand.  „10 Jahre habe ich dieses Amt mit viel Freude und großem Interesse wahrgenommen. Nun ist aber ein guter Zeitpunkt, den Platz für eine andere Kollegin oder einen anderen Kollegen frei zu machen. So kann ich mich meiner eigentlichen Aufgabe als Klinikseelsorger wieder vollumfänglich widmen, was für mich wichtig ist.“ sagte Pfarrer Fuchs in seinem Schlusswort, bevor er sich bei seiner Frau, der Dekanin und den beiden Rednern, allen Mitgliedern des Rosenheimer Pfarrkapitels, den Mitarbeitenden und den Gremienmitglieder für die erfahrene Unterstützung bedankte.

Bericht: Helmut Franke, Referent im Dekanat Rosenheim

Bildunterschrift: Pfr. Andreas Fuchs (re.) und Dekanin Häfner-Becker (li)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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