Tourismus

„Urlaub dahoam“ – aber bitte mit Rücksicht auf Flora und Fauna

„Urlaub dahoam“ steht wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr besonders hoch im Kurs. Somit zieht es verständlicher Weise zahlreiche Urlauber und Tagesausflügler in den Chiemgau und speziell an den Chiemsee. Denn das „Bayerische Meer“ bietet eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten am und auf dem Wasser. Zugleich ist der Chiemsee aber auch Heimat unzähliger Tier- und Pflanzenarten, darunter viele seltene und bedrohte Arten. Umso wichtiger ist es, dass diesen entsprechende Ruhe- bzw. Rückzugsräume geboten werden. Daher wurden bereits im Jahr 2005 sogenannte Ruhezonen für den Chiemsee ausgewiesen, die für den Menschen tabu sind. Sie dienen dem Schutz von Fischen und Vögeln sowie den uferbegleitenden Schilfzonen. Auf dem Wasser sind sie durch Bojen gekennzeichnet und zusätzlich mit Informationstafeln bestückt.

Dirk Alfermann, Gebietsbetreuer Chiemsee, der gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei auf die Einhaltung der Regelungen achtet, bittet alle Erholungssuchenden ausdrücklich, die ausgewiesenen Ruhezonen wie auch die Kernzone des Naturschutzgebietes „Mündung der Tiroler Achen“ zu respektieren. „Der See ist groß genug. Ein Mit- und Nebeneinander ist auch jetzt in der Hauptferienzeit gut möglich. Wir müssen den oft seltenen oder gar vom Aussterben bedrohten Tieren unbedingt ihre Rückzugs- und Ruheräume lassen“, appelliert Alfermann abschließend.

Bericht: Landratsamt Traunstein – Bildrechte: Dirk Alfermann/Johannes Almer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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