Gastronomie & Wirtschaft

Umwelt-Prädikate für Wiesn-Wirte

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bayerns Wirtschafts- und Tourismusministerin Ilse Aigner zeichnete heute gemeinsam mit Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf und der Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern Angela Inselkammer 35 Wiesn-Wirte mit dem Umweltprädikat 2017 aus. Aigner: „Das Oktoberfest ist ein bayerisches Wahrzeichen, ein herausragender Imageträger für den Tourismus im Freistaat und ein Wirtschaftsfaktor ersten Ranges für die Stadt

München und das Umland. Das Oktoberfest und seine Wirte sind aber auch Vorreiter für umweltschonend organisierte Großveranstaltungen: Die Verwendung von Ökostrom, ein sparsamer Wasserverbrauch und das Angebot an regionalen und biologischen Produkten setzen Maßstäbe! Mit der heutigen Urkundenverleihung geben wir ein für alle sichtbares Signal: Ökologie und Ökonomie sind in Bayern zwei Seiten einer Medaille.“

Oktoberfest-Wirte sind Botschafter bayerischer Festkultur – und gleichzeitig Vorbilder für den Umweltschutz. Das betonte die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf heute bei der Auszeichnung. Scharf: „Lebensgenuss, Heimatliebe und Umweltschutz gehören in Bayern einfach zusammen. Das Umweltprädikat ist ein sichtbares Zeichen für gelebten Umweltschutz. Die Wiesn-Wirte stellen sich freiwillig und selbstverpflichtend den Anforderungen des Umweltprädikats – angefangen beim Zeltaufbau, über den Transport, bis zum schonenden Umgang mit Wasser. Hier werden Ökologie und Ökonomie eindrucksvoll miteinander verbunden. Damit zeigen wir unseren Gästen aus nah und fern, dass die Wiesn nicht nur das schönste und größte, sondern auch eines der saubersten Volksfeste der Welt ist.“

Die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA, Angela Inselkammer, unterstrich: „Das Umweltprädikat 2017 bringt umweltorientierten Festzeltbetrieben auf dem Münchner Oktoberfest gleich dreifachen Gewinn: Unsere Mitarbeiter lernen verantwortungsvoll und bewusst zu wirtschaften, das Unternehmen spart Energie- und Entsorgungskosten und unsere Gäste fühlen sich in einer modernen und nachhaltigen Betriebsführung wohl.“

Dieses Jahr haben 14 „große“ und 21 „kleine“ Wiesn-Zelte sowie ein Festzelt der ‚Oidn Wiesn‘ mitgemacht. Ein umfassender Fragebogen mit Kriterien aus umweltrelevanten Bereichen wie Abfall, Energie, Wasser und Transport bilden die Grundlage für das Umweltprädikat. Dabei sind viele Umweltleistungen für den Gast auf den ersten Blick nicht sichtbar: angefangen bei den eingesetzten Baumaterialien und der Verwendung von regionalen Produkten bis hin zur energieeffizienten Festzelttechnik und wassersparenden Spülmaschinen. Alle diese Maßnahmen zahlen sich jedoch für Umwelt und Wirte aus.

Das Umweltprädikat ist eine gemeinsame Auszeichnung des Bayerischen Umweltministeriums und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und wird unterstützt vom DEHOGA Bayern e.V., dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag und von der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH.

Folgende große Festzeltbetriebe dürfen die Auszeichnung für die Zeit des Münchner Oktoberfestes 2017 tragen:

  • Armbrustschützenzelt
  • Augustiner Festhalle
  • Pschorr Bräurosl
  • Schottenhamel
  • Festzelt Tradition
  • Fischer-Vroni
  • Hacker-Festzelt
  • Hofbräu-Festzelt
  • Käfer’s Wies’n-Schänke
  • Kuffler’s Weinzelt
  • Löwenbräu Festhalle
  • Marstall-Festzelt
  • Ochsenbraterei
  • Schützen-Festzelt
  • Schichtl
  • Hühner- und Entenbraterei Poschner
  • Winzerer Fähndl

Folgende kleine Festzeltbetriebe dürfen die Auszeichnung für die Zeit des Münchner Oktoberfestes 2017 tragen:

  • Bodo’s Cafezelt
  • Cafe Kaiserschmarrn
  • Glöckle Wirt
  • Münchner Knödelei
  • Festzelt „Zum Stiftl“
  • Metzger Stub’n Vinzenzmurr
  • Zur Bratwurst
  • Zum Mohrenkopf
  • Hühner- und Entenbraterei Ammer
  • Feisinger’s Kas- und Weinstub’n
  • Fisch-Bädä Wies’nstadl
  • Goldener Hahn
  • Haxenbraterei Hochreiter
  • Wildstuben
  • Hühner-und Entenbraterei Wildmoser
  • Schiebl’s Kaffeehaferl
  • Heinz Wurst- und Hühnerbraterei
  • Hochreiters Kalbsbraterei
  • Heimer Enten- und Hendlbraterei.

 

BU I: V.l.n.r. Lorenz Stiftl, Zum Stiftl und Sprecher „Kleinen Wiesnzelte“, Toni Roiderer, Hacker Festzelt und Sprecher „Großen Wiesnzelte“, bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf, Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern Angela Inselkammer sowie Christine und Anton Winklhofer, Festzelt Tradition auf der Oiden Wiesn

 BU II: Urkundenüberreichung an Toni und Christine Winklhofer, Festzelt Tradition durch Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern Angela Inselkammer, bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf

 BU III: Umweltbewusstsein auch auf dem Oktoberfest: (erste Reihe v.l.) Gruppenbild der 35 ausgezeichneten Wiesn-Wirte mit dem Hausherren Toni Winklhofer vom Tradtion-Festzelt, der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf, der Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern Angela Inselkammer, Wiesn Stadtrat Otto Seidl, Hausherrin Christine Winklhofer sowie Festring Präsident Karl-Heinz Knoll (zweite Reihe mit Hut).

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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