Ukraine-Hilfe

Ukraine-Flüchtlinge: Zwei Sporthallen werden geräumt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Aus der Sporthalle in Bruckmühl ziehe am 12. Mai die letzten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine aus. Wie das Landratsamt Rosenheim mitteilt, sollen auch die in der Sporthalle in Bad Aibling untergebrachten Ukraine-Flüchtlinge noch im Mai eine neue Bleibe erhalten. Die beiden Hallen werden wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung gestellt.

Sporthallen als Notunterkünfte stellen nur eine vorübergehende Lösung dar. Um den Geflüchteten eine ihnen würdige Unterbringung zu ermöglichen, bemüht sich der Landkreis Rosenheim seit Wochen, Privatunterkünfte anzumieten. Dies gestaltet sich bei einer Minderheit schwierig, nämlich den Angehörigen der Volksgruppen der Sinti und Roma. Daher sollen sie, soweit das möglich ist, auf landkreiseigene Grundstücke und Unterkünfte aufgeteilt werden. Dazu gehört die Flüchtlingsunterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling. Voraussichtlich noch heute (12.05.22) werden dort die ersten einziehen. Derzeit ist geplant, zwei der drei Container für die Angehörigen der Volksgruppen der Sinti und Roma aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen. Daher musste und muss ein Teil der Bewohner umziehen. Für viele der bisher dort lebenden Flüchtlinge bedeutet der Umzug eine Verbesserung ihrer Wohnsituation, denn sie können in Wohnungen einziehen.  Den neuankommenden Ukraine-Flüchtlingen in der Unterkunft in der Krankenhausstraße in Bad Aibling sollen integrative Angebote gemacht werden. Aktuell halten sich im Landkreis Rosenheim rund 2.500 Flüchtlinge auf, die vor dem Krieg in ihrem Heimatland flohen. Knapp 200 davon gehören den Volksgruppen der Sinti und Roma an.

Bericht: LRA Rosenheim

 

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

1 Kommentar

  • Der Beitrag erhält zum wiederholten Male (wenn man auf verschiedene Berichte blickt) die falsche Aussagen, daß es sich bei den genannten Flüchtlingen um „Sinti und Roma“ handelt. Es ist nicht bekannt, daß es in der Ukraine auch Sinti gibt; es kann sich nur um Roma handeln.

    Um das alles, weil man nicht das Rückgrat besitzt, der faktenwidrigen Manipulation zu widerstehen, die den Jahrhunderte alten Begriff Zigeuner „mit Gewalt“ einfach durch „Sinti-und-Roma“ zu ersetzen versucht.

    Nicht nur im vorliegenden Fall ist „Sinti und Roma“ falsch, sondern es ersetzt auch nicht den umfassenderen Begriff Zigeuner, daß es eben Zigeunergruppen gibt, die weder zu den Sinti noch zu den Roma gehören.

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