Ukraine-Hilfe

Ukraine: Caritas-Hilfen erreichten bereits fast zwei Million Menschen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Oliver Müller, Leiter von Caritas international, bereist gerade die Ukraine. Von der Arbeit der Caritas vor Ort zeigt er sich beeindruckt. Sein erstes Fazit: Nothilfe gerade für Alte und Kranke ist nötiger denn je.

Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hat mit seinen Partnern in der Ukraine seit Beginn des Krieges bereits knapp zwei Millionen Menschen mit Hilfen unterstützt. „Allein in der Ukraine sind hunderttausende von Menschen auf der Flucht. Hier helfen wir mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Schlafplätzen, aber auch mit dringend benötigter psychologischer Unterstützung“, sagt Oliver Müller, Leiter von Caritas international, der sich momentan persönlich in der Ukraine ein Bild von der Lage vor Ort macht. „Besonders beeindruckt mich, dass die ukrainischen Mitarbeitenden der Caritas die Alten und Kranken nicht vergessen haben. Insbesondere die häusliche Pflege ist sehr zeitaufwändig geworden, da sich die Routen aufgrund der Sicherheitslage fast täglich ändern.“

Die Caritas-Organisationen in der Ukraine haben mehr als tausend Mitarbeitende und sind nach wie vor in fast allen Provinzen des Landes aktiv. Neben Nothilfe, Häuslicher Pflege, Kinder- und Jugendhilfe sowie psychologischer Unterstützung organisiert die Caritas Transportmöglichkeiten für Menschen, die vor den Kriegshandlungen im Osten des Landes fliehen, berät Binnenflüchtlinge bei Rechtsfragen und vermittelt bei Problemen mit Behörden. „Das Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort kann man dabei gar nicht hoch genug bewerten“, sagt Oliver Müller, „viele von ihnen sind mit ihren Familien selbst direkt vom Krieg betroffen, trotzdem finden sie jeden Tag die Kraft für Andere da zu sein.“

Laut den Vereinten Nationen sind momentan 15,7 Millionen Menschen in der Ukraine auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Angesichts dieser immensen Zahl sagt Oliver Müller: „Nothilfe ist noch immer das Gebot der Stunde.“ Zugleich warnt er schon jetzt vor dem Winter: „Je länger der Krieg andauern wird, umso prekärer wird die Humanitäre Lage vor Ort werden. Immer wieder höre ich hier die Bitte, dass wir auch in Zukunft Ukrainerinnen und Ukrainer in Not nicht aus dem Blick verlieren sollen.“ Die Caritas unterstützt bereits seit 2014 in erheblichem Umfang Projekte in der Ukraine.

Spenden mit Stichwort “CY01026 Ukraine-Krieg” werden erbeten an:

Caritas international, Freiburg,
Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe
IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
oder online unter: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Bericht: Caritas International

Foto: Rainer Nitzsche

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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