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Übersee: Christkindlmarkt im Unterland lockte über 3000 Besucher

Über 3000 Besucher aus Übersee und dem Achental strömten am Samstag zum vierten Christkindlmarkt der Kühlheisl Burschen ins Unterland von Übersee. Dort ist eine ganz besondere Vorweihnachtsatmosphäre garantiert. Bodenständigkeit, Regionalität, außergewöhnliche Angebote und eine glänzende Organisation machten den besonderen Charme des Markts aus.

Die Idee vom Christkindlmarkt unter den inzwischen über 100 Vereinsmitgliedern entstand spontan im Jahr 2016. Und schon die erste Veranstaltung wurde unerwartet ein Riesenerfolg. Inzwischen hat sich die Erfolgsgeschichte von Jahr zu Jahr fortgesetzt und verzeichnete wachsende Besucherzahlen.

Wie die Organisatoren Sebastian Kreuz, Bernhard Reichl und Luca Sillaberger sagten, gebe es bereits eine Warteliste von über 20, auch überregionalen Betreibern, die mitmachen möchten. Doch die Kühlheisl Burschen wollen keinen Kommerz, sondern regional und bodenständig bleiben. Das zeigt sich vor allem bei der Teilnahme von 14 Überseer Vereinen, die dem Markt ihren reizvollen und kreativen Stempel aufdrücken.

Schon die 29 urigen, weihnachtlich geschmückten Verkaufsstände waren ein Augenschmaus. Sie hielten ein nicht alltägliches Angebot an Handwerksarbeiten sowie an attraktiven, meist selbst gemachten Dekorationsartikeln und Weihnachtsgeschenken bereit.

Besonders vielfältig war das lukullische Angebot. Es reichte von Bosna, Langosch, Chiemseer Fischsuppe, Kartoffelspiralen und Zwetschgenbavesen bis zur Feuerzangenbowle, Glühbier und Met. Als I-Tüpfelchen präsentierten die Veranstalter erstmals Pizza aus dem Holzofen.

Zum Zentrum des Geschehens entwickelte sich am Nachmittag die Weihnachtsbackstube des Familienstützpunktes im Kühlheisl, wo über 100 Kinder nach Herzenslust Plätzchen ausstechen, verzieren und backen durften. Der Backstube angegliedert war eine Tattoo-Ecke für die größeren Kinder.

Großer Beliebtheit beim Nachwuchs erfreute sich auch die Mini-Dampflokeisenbahn, die stets voll besetzt ihre Runden um den »Unterlandler Bahnhof« zog. Und natürlich durfte auch der Besuch des Nikolaus’, alias Ludwig Klarwein, nicht fehlen, der viele Überraschungspäckchen für die Kinder verteilte.

Erstmals dabei war der Pfarrgemeinderat, der in der Fischerkapelle adventliche Musik und besinnliche Texte organisiert hatte. Für ein stimmungsvolles Flair sorgten nach Einbruch der Dunkelheit einige Musikanten der Blaskapelle Übersee auf der Bühne und von einem Balkon mit weihnachtlichen Weisen.

Der Besucherstrom ebbte auch in den späten Abendstunden nicht ab, und so konnten die Organisatoren nach einer dreimonatigen Vorbereitungszeit und einem dreitägigen Aufbau des Markts wieder ein positives Fazit ziehen.

Den neuerlichen Erfolg des Markts sahen sie vor allem darin begründet, dass ein großer Teil ihrer Mitglieder, die Überseer Vereine, Aussteller und Nachbarn sowie Gönner und Helfer aus dem ganzen Ort engagiert zusammengeholfen haben.

Text: Bärbel vom Dorp – Bilder: Bärbel vom Dorp, TI Übersee

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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