Corona-Krise

Trotz Pandemie: Anstieg bei Gewerbe-Neugründungen

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Neugründungen in Bayern – Rückblick auf den Zeitraum zwischen März 2020 und März 2021 – Zahl der Neugründungen um 76,4 Prozent höher als noch im März 2020  –  Im März 2021 wurden bei den Gewerbeämtern in Bayern insgesamt 12 572 Gewerbe angemeldet, davon waren 10 193 Neugründungen. Zeitgleich wurden 8 051 Gewerbe abgemeldet, davon waren 5 719 vollständige Aufgaben. Gegenüber dem März 2020 erhöhte sich die Zahl der Neugründungen um 76,4 Prozent. Wenngleich Frauen nur zu knapp einem Drittel unter den Gewerbetreibenden bei den Neugründungen vertreten waren, trugen sie doch erheblich zu diesem Anstieg bei.

Gegenüber dem Zeitraum vor der Pandemie erhöhte sich allein die Zahl der Unternehmensgründerinnen um 10,7 Prozent. Die Zahl der Unternehmensgründerinnen, die in Teams mit alleiniger Beteiligung von Frauen gründeten, nahm um 25,8 Prozent zu. Zahlreiche Neugründungen
erfolgten weiterhin im Nebenerwerb. Deren Anteil von 63,2 Prozent lag um 7,6 Prozentpunkte höher als noch im März 2020. Im März 2021 meldeten die bayerischen Gewerbeämter insgesamt 12 572 Gewerbeanmeldungen und 8 051 Abmeldungen von Gewerben. Von diesen waren
10 193 Neugründungen und 5 719 vollständige Aufgaben von Gewerbebetrieben. Folgend auf den Februar 2021 nahm die Zahl der Neugründungen weiter um 4,4 Prozent zu. Nach den ersten Ausgangsbeschränkungen im Frühjahr 2020 hatten die Neugründungen in Bayern rapide zugenommen. Sie erreichten im Juli 2020 einen ersten Höhepunkt mit 8 757 Neugründungen. Ein zweites Maximum wurde mit 8 567 im Oktober 2020 erreicht. Ein folgender Aufwärtstrend seit Januar 2021 gipfelte im März mit 10 193 Neugründungen. Erwartungsgemäß übertraf die Zahl der Neugründungen vom März 2021 damit die Werte aus dem März 2020 (damals 5 777) deutlich und nahm gegenüber dem Vorjahresmonat um 76,4 Prozent zu. Insgesamt gründeten damit seit März 2020 insgesamt 116 644 Gewerbetreibende 104 181 neue Unternehmen. Unter den Gewerbetreibenden waren 32,4 Prozent Frauen. Gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum vor der Pandemie (März 2019 bis März 2020) erhöhte sich die Zahl der Unternehmensgründerinnen um 10,7 Prozent von 34 174 auf 37 821 Unternehmensgründerinnen. Die Zahl der Männer unter den Gewerbetreibenden stieg um 6,1 Prozent. Noch deutlicher war das Bild bei Neugründungen, an denen aufgrund der gewählten Rechtsform1 mehrere Gewerbetreibende beteiligt waren. Hier waren im Zeitraum März 2020 bis März 2021 in 2 892 Fällen mindestens eine Frau und ein Mann beteiligt, in 6 195 Fällen waren unter den gemeldeten Gewerbetreibenden für ein neues Unternehmen nur Männer. 1 Lediglich bei Neugründungen juristischer Personen (AG, SE, usw.) erfolgen keine Angaben zum Geschlecht der anzeigepflichtigen Personen, die eine Neugründung vorgenommen haben.)

In wiederum 600 Fällen waren unter den gemeldeten Gewerbetreibenden für ein neues Unternehmen nur Frauen. Gegenüber dem Zeitraum vor der Pandemie (März 2019 bis März 2020) waren das allerdings 25,8 Prozent (plus 123) mehr Neugründungen von Teams, an denen nur Frauen beteiligt waren. Die Zahl der gemischten Teams stieg um 444 (plus 18,1 Prozent), die Neugründungen von Teams, an denen nur Männer beteiligt waren um 474 (plus 8,3 Prozent). 63,2 Prozent aller Neugründungen entfielen auf Nebenerwerbsgründungen. Im Feb-ruar 2021 hatte deren Anteil bei ähnlich hohen 65,1 Prozent gelegen, im vergleichba-ren März des Vorjahres fiel der Anteil der Nebenerwerbsgründungen noch um 7,6 Prozentpunkte geringer aus und lag damals bei nur 55,6 Prozent. Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Gewerbeanzeigen in Bayern im März 2021 (D1201C).

Bericht und Bilder: Bayerisches Landesamt für Statistik

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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