Kirche

Trauerfeier für Priener Pfarrer i. R. Walter Kronast

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Alter von 90 Jahren verstarb der in Prien geborene und zuletzt in Prien 20 Jahre im Ruhestand wirkende Pfarrer Walter Kronast. Bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ erinnerten Weihbischof Wolfgang Bischof, Dekan Daniel Reichel und Ortspfarrer Klaus Hofstetter an das segensreiche und lange Wirken des verstorbenen Geistlichen. 31 Jahre lang war Geistlicher Rat Walter Kronast in seiner letzten aktiven Pfarrstelle Rottenbuch tätig, dortige Vertreter würdigten in Prien die hohe Wertschätzung, die Pfarrer Kronast im Pfaffenwinkel genoss und die sich in der raren Auszeichnung der Ehrenbürgerwürde der Gemeinde Rottenbuch widerspiegelte.

Zu Beginn des Requiems überbrachte Pfarrer Klaus Hofstetter den vielen anwesenden  Geistlichen auch die Grüße von Mitbruder Gabriel Kreuzer, dem Kurssprecher des Weihejahrgangs 1958. Wolfgang Bischof, Bischofsvikar für die Seelsorgeregion Süd des Erzbistums München und Freising dankte namens von Kardinal Reinhard Marx dem Verstorbenen für dessen Bescheidenheit und treue Verkündigung von Gottes Botschaft. Seine Predigt begann der Weihbischof mit dem umgangssprachlichen Satz „Undank ist der Welten Lohn!“. Damit erinnerte er an Pfarrer Kronast, der die Dankbarkeit im hohen Alter an seinem 90. Geburtstag im Altenheim St. Josef besonders herausstellte. „Pfarrer Kronast hatte ein klares Hinorientiertsein auf Gott, auf dass die Liebe Gottes stärker ist als der Tod“, so Weihbischof Bischof und er würdigte dabei, dass Pfarrer Kronast sich auch in den letzten Minuten seines Lebens in Ruhe und im Beisein von Alten-Seelsorgerin Schwester Juliane geborgen fühlte bei Gott. Die Gestaltung der Beisetzungs-Feierlichkeiten übernahm Dekan Daniel Reichel im Beisein der Fahnenabordnungen der Veteranenvereine Schönberg und Rottenbuch, des Schützenvereins Rottenbuch und der Katholischen Landjugend Rottenbuch. Auch die dortige Feuerwehr wäre mit ihrer Fahne und einer Abordnung gekommen, doch hatten diese bei der Hinfahrt eine Autopanne, vor Ort half die Priener Feuerwehr für einen geordneten Trauerzug von der Kirche zum Friedhof . Die musikalische Gestaltung beim Einzug zum Requiem und auf dem Friedhof hatte eine Bläsergruppe aus den Reihen der Rottenbucher Blaskapelle unter der Leitung von Thomas Zeller. Wie dieser wissen ließ, war Pfarrer Kronast ob seiner Liebe  zur Musik maßgeblich an der Wiedergründung der Blaskapelle Rottenbuch beteiligt. Die musikalische Gestaltung beim Requiem in der Kirche übernahmen ein Vokalensemble des Priener Kirchenchores und Organistin Judith Trifellner-Spalt unter der Gesamtleitung von Kirchenmusiker Bartholomäus Prankl.

„Pfarrer Kronast war ein wahrer Menschenfischer“

Auf dem Priener Friedhof würdigten sowohl die politischen als auch die kirchlichen Gemeinden von Rottenbuch und Prien das Wirken von Pfarrer Kronast. Zweiter Bürgermeister Vitus Gansler überbrachte für den erkrankten Ersten Bürgermeister Markus Bader die Dankesworte der Gemeinde Rottenbuch und dabei hieß es unter anderem: „31 Jahre Seelsorge in einer Gemeinde, das ist keine Selbstverständlichkeit. Seine Bescheidenheit bis ins Mark,   sein Taktgefühl und  sein Humor waren ein Geschenk über eine Generation hinaus. Pfarrer Kronast war ein wahrer Menschenfischer“. Für Gemeinde und Katholische Landjugend Rottenbuch wurden Kränze und Schale niedergelegt. Priens Bürgermeister Andreas Friedrich sagte, er persönlich hatte in seiner kurzen Zeit der Bekanntschaft Pfarrer Kronast als einen einfachen, freundlichen, offenen, authentischen und hilfsbereiten Geistlichen kennengelernt, auch er legte für die Marktgemeinde Prien einen Kranz nieder. Albrecht Bögl, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von Rottenbuch und Regina Seipel in gleicher Funktion in Prien dankten auch namens ihrer Pfarrverbände und charakterisierten Walter Kronast als durch und durch gütigen und dankbaren Geistlichen, der   auch im hohen Alter noch der Seelsorge, zuletzt im Priener Altenheim diente. Am offenen Grab verneigten sich auch der Katholische  Frauenbund Prien und die Priener Kolpingfamilie von einem wahrlich wertgeschätzten Geistlichen.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke von den Trauerfeierlichkeiten  / Sterbefoto

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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