Tourismus

Tradition: Berliner Christbaum aus dem „Wald“

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 34 Jahren besteht zwischen dem Landkreis Cham (Bayerischer Wald) und dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark e.V. in Berlin-Tempelhof eine innige Patenschaft.

Der Volkspark, den der Trägerverein betreut, liegt im Süden der Bundeshauptstadt. Man könnte ihn durchaus auch als „Naturpark Oberer Bayerischer Wald“ bezeichnen.

Seit Bestehen der Patenschaft spendet der Landkreis Cham, als besonderes Zeichen der Verbundenheit, dem Bezirk Berlin-Tempelhof alljährlich einen „Christbaum“ aus seiner Region. Dieser schmückt immer ab dem 1. Adventssonntag, bis hinein ins neue Jahr, das Rathaus des Berliner Bezirks am Tempelhofer Damm.

Gestiftet wurde in diesem Jahr der Baum von der Gemeinde Arrach im Lamer Winkel. Es ist ein 40 Jahre alter prächtiger Tannenbaum vom Feriendorf „Am Hohenbogen“ mit einer Länge von 18 Meter. Den Transport hat, wie schon in den Jahren zuvor, die Baustofffirma Max Schierer aus Cham kostenfrei übernommen. Am 1. Dezember 2017 traf der Schwertransport nach einer 6-einhalb-stündigen Fahrt gegen 8:00 Uhr morgens am Rathaus-Vorplatz ein. Geplant war die offizielle Übergabe des Christbaumes dann durch MdB Karl Holmeier, Bundestagsabgeordneter der Landkreise Cham und Schwandorf, an die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler. Wegen kurzfristiger  Terminprobleme konnten beide leider nicht anwesend sein. Somit erfolgte die Übergabe von den beiden Mitarbeitern der Schierer GmbH, Reinhard Speckner und Walter Wütz. Mit herzlichen Grüßen von MdB Karl Holmeier, dem Landrat und Bezirkstagspräsident Franz Löffler, dem Bürgermeister der Gemeinde Arrach, Sepp Schmid, dem Leiter der Touristinfo Arrach, Stephan Frisch, dem Gemeinderat Johannes Altmann, dem Chef des örtlichen Bauhofs Stefan Hutter, sowie dem Seniorchef der Firma Schierer, Max Schierer, übergaben sie, nach der routinemäßigen Aufstellung des  Tannenbaumes, diesen an den Bezirksstadtrat Oliver Schworck und den Vertretern des Lichtenrader Volksparkvereins Wolfgang Spranger (1. Vorsitzender), Dieter Ganz und Manfred Könings. Herr Schworck bedankte sich im Namen der Bezirksbürgermeisterin recht herzlich für den 34. Christbaum aus dem Bayerischen Wald und wünscht sich diese Spendenaktion auch noch für viele weitere Jahre. Es ist der einzige von drei Weihnachtsbäumen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, der uns nichts kostet, so Herr Schworck.

Mit anwesend war auch der Vorsitzende des „Vereins der Bayern in Berlin e.V.“, Helmut Amberger, der diese Freundschaftsgeste aktiv mit unterstützt. Aus seiner Sicht bringt diese Aktion die kulturelle Verbundenheit zwischen Bayern und der Bundeshauptstadt mit zum Ausdruck, die auch der „Verein der Bayern in Berlin“ schon seit 141 Jahren erfolgreich pflegt.

Aktiv zur Partnerschaft „Berlin Tempelhof – Bayerischer Wald“ trägt auch der bekannte Berliner Holzkünstler, Horst Giese, bei. Nicht nur in seinem privaten Holzkunstmuseum in Berlin zeigt er seine individuelle facettenreiche Holzkunst. Vor einigen Monaten hat er in einem eigens dafür errichteten Gebäude im Museumsdorf des Drechsler-Hofes, in Arrach, ein Holz-Kunst-Museum eingerichtet. Eine Vielzahl seiner Exponate aus Berlin bringt somit ebenfalls die kulturelle Verbundenheit der Partnerregionen mit zum Ausdruck.

„Es ist eine sehr schöne Tradition, die unsere Freundschaft mit dem Landkreis Cham seit 34 Jahren pflegt und belebt. Auch in diesem Jahr freue ich mich sehr über die Christbaumspende und möchte mich bei allen Beteiligten für ihr Engagement herzlich bedanken“, so die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler in einer Pressemitteilung des Bezirks. Ganz besonders aber erfreut der bayerische Christbaum alle Bewohner dieses Stadtteils von Berlin.

Bericht und Bilder: Helmut Amberger

  1. Vorsitzender vom Verein der Bayern in Berlin e.V. und freier Berichterstatter der Samerberger Nachrichten

Gruppenfoto v. links: Horst Giese, Manfred Könings, Reinhard Speckner, Dieter Ganz, Walter Wütz, Waldemar Porzezinski, Helmut Amberger, Wolfgang Spranger, Oliver Schworck

Über den Autor

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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