Brauchtum

Trachtler Michael Unruh mit Bezirksmedaille geehrt

Als Zeichen seiner Anerkennung verleiht der Bezirk Oberbayern an Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich um das öffentliche Wohl in Oberbayern verdient gemacht haben, die Bezirksmedaille.

„Wir als Bezirk Oberbayern wollen ein Zeichen in der Gesellschaft dafür setzen, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement jeder einzelnen Person ist“, betonte Bezirkstagspräsident Josef Mederer bei der Verleihung der Bezirksmedaille im Gebäude der Bezirksverwaltung in München. Mederer bezeichnete ehrenamtlich tätige Menschen als unverzichtbaren Teil der Gesellschaft und nannte das Engagement der ausgezeichneten Personen „ein Geschenk für unser Land“. Er zitierte die Lebensweisheit, dass man entweder von einer besseren Welt träumen könne oder aufwachen und anpacken, um etwas zu bewegen und zu verändern. Mederer führte aus, dass die Menschen, die der Bezirk mit der Bezirksmedaille ehrt, zu denen gehören, die aufgewacht sind und anpacken. „Das ist vorbildlich. Dafür wollen wir Sie als Vorbilder ehren“.

In diesem Jahr zeichnet der Bezirk Oberbayern ungewöhnlich viele Vorbilder aus. Hintergrund ist, dass im vergangenen Jahr der Bezirk Oberbayern wegen der Coronapan – demie auf Medaillenverleihungen weitgehend verzichtet hatte. Nun werden in diesem Jahr Personen für die Jahre 2020 und 2021 geehrt.

Zu den Geehrten zählt Michael Unruh aus München.

Bezirkstagspräsident Josef Mederer sagte in seiner Laudatio:

Ehrenamtliches Engagement ist vielfältig. Wir wollen als nächstes einen Mann ehren, der seit knapp vier Jahrzehnten seine Kraft in den Dienst der Allgemeinheit stellt, um Heimat, Brauchtum, Tracht, Volksmusik und Volkstanz zu erhalten: Michael Unruh aus München.

1982 ist er in den Trachtenverein D‘Loisachthaler Stamm München eingetreten und hat Verantwortung übernommen als Jugendleiter, kurz darauf als Vorplattler, später auch als Vorstand. Im Verein schaffte er es, die Mitgliederzahlen auf eine stabile Basis zu stellen. Darüber hinaus ist er seit 14 Jahren als Vereinsmusiker ein Garant für erfolgreiche Veranstaltungen.

Verantwortung übernahm er aber auch überregional: 2001 wurde er Beisitzer im Isargau und wechselte drei Jahre später in den Vorstand. Hier leistete er wichtige Arbeit, denn er konnte nach einer schwierigen Phase den Gauverband wieder in ruhiges Fahrwasser bringen. Für die Verwaltung des Trachtenverbandes hat er dauerhaft viel geleistet: Er war hauptverantwortlich für das Computer-Programm zur Mitgliederverwaltung, das er eigens für die Bedürfnisse des Trachtenverbandes entwickelt hat.

Den richtigen Ton trifft Unruh nicht nur bei seinem Engagement als Vereinsmusiker: Sein diplomatisches wie musikalisches Gespür bringt er seit 2014 in die Vorstandssitzungen des „Münchner Kreises für Volksmusik, Lied und Tanz e. V.“ ein. In diesem Verein wechselte er 2018 vom Vorstand in den Aufsichtsrat.

Das ehrenamtliche Engagement von Michael Unruh ist vorbildlich. Vor zwei Jahren er-hielt er die Ehrenhutnadel der Familie Winklhofer-Wieser für Verdienste auf der „Oidn Wiesn“.

Dieser Auszeichnung schließen wir uns nun mit der Verleihung der Bezirksmedaille für Ihr ehrenamtliches Engagement an, sehr geehrter Herr Unruh. Wir möchten Ihnen für Ihren Einsatz „Vielen herzlichen Dank“ sagen!

Bericht und Foto: Bezirk Oberbayern

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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