Brauchtum

Trachtenmarkt in Au – Teil II

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch die inzwischen zehnte Ausgabe des Auer Trachtenmarkts wurde erneut als Erfolgsschlager bestätigt. Entsprechend überaus zufrieden und zugleich stolz waren die Schalkfrauen vom GTEV „Immergrün“ Au bei Aibling als Organisatorinnen und Ausrichter eines inzwischen unverzichtbaren Marktes. Ort des Geschehens war das neu- und umgebauten Sportheim vom ASV Au als Alternative zu früheren Lokalitäten welche unzählige Besucher zum Mekka günstiger und bestens erhaltener Trachtenbekleidung und Accessoires für heimatverbundenes Erscheinungsbild in Sachen Tracht werden ließen. Wie schon beim Veranstaltungsort Auer Martinsheim, das wegen extremer brandschutz- und sicherheitstechnischer Auflagen nicht mehr genutzt werden kann oder die Auer Turnhalle, derzeit wegen Um- und Neubauarbeiten geschlossen, bildeten Massen an Interessenten und Kauflustigen das Bild an den Eingängen am Sportheim.

Pünktlich um 13.00 Uhr begann der inzwischen große Ansturm zum einen an die Stände im Inneren der Herberge mit reichhaltiger Auswahl an Kinder- und Damenbekleidung. Gedränge herrschte auch in zwei weiteren Zelten im Außenbereich, zur Verfügung gestellt vom Skiclub Au, mit Herrenbekleidung sowie für Stoffe, Schuhe, Kleidungsstücke und Schmuck namhafter Trachtenausrüster aus der Region. Fachkundige Beratung war dabei Inclusive. Nicht minder hoch im Kurs stand die große Theke mit einer stattlichen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, Torten und Schmalzgebackenen mit Kaffee oder Erfrischungsgetränken.

Im Vordergrund und seit dem erstem Trachtenmarkt 2010 bestens bewährt, stand der Erwerb von gut erhaltenem und vorbildlich gepflegten gebrauchten Trachtengwand zu günstigem Preis. Insbesondere Eltern, die vorbildlich ihre Kindern und Jugendlichen an der heimat- und traditionsverbundenen Brauchtumspflege teilnehmen lassen wollen, konnten auf dem Markt ein lukratives Schnäppchen ergattern. „Schaut guad aus und passt!“, hieß etwa in der Kinder- und Jugendabteilung nach Anprobieren einer kurzen Plattlerhose, einem Trachtenhemd, Dirndl, Bluse oder Schuhwerk.

Aber auch die Damenwelt, aber auch die Herren, vom Teenager bis Senior, schätzte sich glücklich und zufrieden über ein passendes Gwand, Lodenmantel, Bluse, Schürze bzw. Joppe, Strickjanker, Bundhose, Kurze, gebrauchte Schuhe oder einem gscheitn Hut. Schließlich so die Meinung vieler Kundinnen und Kunden die überwiegend in Schlangen an den Kassen standen, sei adrettes Aussehen bei den bevorstehenden Festen und Feierlichkeiten passend zu Anlass und Heimat nach wie vor wichtig. Was die vielen Interessenten im Gegensatz aus Erfahrungen mit Ebay, Amazon oder anderen Anbietern über Internet schätzten, war das Anprobieren sowie die zwischenmenschliche Miteinander im Begegnen und Ratschen.

Alles fest im Griff hatte die etwa 40-köpfige Frauen-Power vom Auer Trachtenverein an den verschiedenen Kassen im Service und in der Beratung. Verlass war ebenso auf die vereinseigene „Schalk-Security“ die peinlichst auf die korrekte Marschrichtung an den Ein- und Ausgängen achtete oder bei extrem starken Andrang Interessenten vor den Türen zum Warten veranlasste.

Bericht und Fotos: Peter Strim

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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