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Tourismus in Bayern weiter unter Vorjahresniveau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Auch im Februar 2021 blieben die Zahlen der Gästeankünfte und Übernach-tungen für die rund 7 000 geöffneten Beherbergungsbetriebe*) in Bayern auf niedrigem Niveau, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt. Bei den Gästeankünften bedeutete dies einen Rückgang um 88,0 Prozent auf rund 311 000, bei den Übernachtungen um 80,0 Prozent auf knapp 1,4 Millionen ge-genüber dem Vorjahresmonat.
Die Monatserhebung im Tourismus für Februar 2021 belegt nach vorläufigen Ergeb-nissen zum wiederholten Male die dramatischen Auswirkungen des Corona-bedingten Beherbergungsverbots seit 2. November 2020. Wie das Bayerische Lan-desamt für Statistik mitteilt, waren im Februar 2021 insgesamt 6 958 Beherbergungsbetriebe (Februar 2020: 11 151) in Bayern*) geöffnet. Sie melde-ten rund 311 000 Gästeankünfte und knapp 1,4 Millionen Übernachtungen, was Rückgängen von -88,0 Prozent, bzw. -80,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht. Noch stärker brachen ausländische Reisende weg: -92,6 Prozent auf nur noch 46 000 Gästeankünfte und -84,4 Prozent auf rund 210 000 Übernachtungen.
Im Zeitraum Januar – Februar 2021 kamen insgesamt knapp 562 000 Gäste nach Bayern und übernachteten rund 2,5 Millionen Mal in einem Beherbergungsbetrieb. Damit ist die Summe der Gästeankünfte aus dem In- und Ausland Anfang 2021 sogar niedriger als die im letzten Jahr im Januar ausgewiesene Zahl der Gästeankünfte allein aus dem Ausland mit rund 576 000 Gästen. Über alle Regierungsbezirke hinweg wiesen die Gästeankünfte und Übernachtungen hohe zweistellige Minusraten auf. Die regionale Spanne der Rückgänge reichte im Vergleich zum Februar 2020 bei den Gästeankünften von -90,8 Prozent in Schwaben bis -82,5 Prozent in Unter- und Oberfranken. Bei den Gästeübernachtungen bewegten sich die Einbußen zwischen -85,2 Prozent in Schwaben und -67,8 Prozent in Unterfranken.Entsprechend traten in beinahe allen Betriebsarten – ob Hotels, Hotels garnis, Gast-höfe, Pensionen, Jugendherbergen und Hütten, Erholungs-, Ferien-, Schulungshei-me, Ferienzentren, -häuser, -wohnungen oder Campingplätze – negative Verände-rungsraten zwischen rund -80 bis nahezu -100 Prozent im Vergleich zum Vorjah-resmonat auf. Lediglich die Vorsorge- und Rehakliniken hatten einen Rückgang von „nur“ -43,9 Prozent bei den Gästeankünften und -33,3 Prozent bei den Übernachtungen zu vermelden. Nachdem sich ab dem kommenden Berichtsmonat März die von der Corona-Pandemie hervorgerufenen Ergebniseinbrüche sozusagen jähren, werden die Rück-gänge im Vorjahresmonatsvergleich vermutlich zumindest rein rechnerisch weniger stark zu Buche schlagen.

Bericht: Bayerisches Statistisches Landesamt

Archiv-Foto: Hötzelsperger

Über den Autor

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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