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Totengedenken in Alten- und Neubeuern

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Vor 95 Jahren haben Mitglieder des Trachtenvereins Immergrün Altenbeuern an der Altenbeurer Kirche ein eigenes Ehrenmal für die gefallenen, vermissten und verstorbenen Mitglieder des Vereins erstellt. Aus dem nahegelegen Bürgl wurde ein Fels gebrochen, der als Grundstock dient, ein mächtiges Kreuz darüber ist auffälliger Blickfang. Zwei Mahntafeln erinnern namentlich an der im Krieg um das Leben Gekommenen. Zum diesjährigen Jahrtag des Trachtenvereins wurde das Kreuz und der Christuscorpus von Maler und Restaurator Micheal Pertl aus Neubeuern von den Schäden der Zeit ausgebessert. Das Ehrenmal des Vereins ist ein zentraler Punkt im Jahreslauf des Vereins. Zu bestimmten Anlässen werden Girlanden gebunden.  Hier hat man sich reihum geeinigt, wer dafür zuständig ist: ein kurzer Hinweis und die Arbeiten werden getan, Jeder hat ein Auge auf das Mahnmal. Über viele Jahre oblag den Familien Paul und Fink die Betreuung. Blumen, Weihwasser, an Vieles galt es zu denken. Seit einigen Jahren wird die Pflege durch die Familie Heibler-“Biche-Bauer” aus Holzham durchgeführt. Vorstand Peter Bichler dankte Manni Pertl für die fachliche und zuvorkommende Arbeit. Eine Kranzniederlegung schloss sich an.  Heuer nun konnte aus den bekannten Gründen  der Jahrtag des Veteranenvereins, der jährlich in der Pfarrkirche am Marktplatz gefeiert wird, dort nicht stattfinden. Kirchenzug und Musik waren nicht möglich. Auch der Besuch des Patenvereins aus Rohrdorf war nicht möglich.  Die kirchliche Feier, das Erinnern an gefallene und vermisste Mitglieder  des Vereins wurde beim sonntäglichen Gottesdienst mit gefeiert. Den Altartisch schmücke ein Kranzgebinde. Im Anschluß an den Gottesdienst wurde dieses von Vereinsverantwortlichen ohne Musik und Ehrensalut in stiller Form am Ehrenmal des Trachtenverein niedergelegt. Florian Paul erinnerte in kurzen Worten an die vielen Kriegs- und Unglücksorte auf dieser Welt. Die weltliche Jahrtagsfeier des Vereins – ansonsten beim Dorfwirt ein geselliger Höhepunkt – konnte heuer nicht stattfinden.

Die Foto zeigen ein Repro von der Kreuzeinweihung 1925, das erneuerte Kreuz mit Christus-Corpus sowie Kranzniederlegung bei den Veteranen (rechts Florian Paul)

Bericht und Fotos: Thomas Schwittteck

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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