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Theo Waigel: Sammlungsaufruf für die Kriegsgräbersammlung

In diesen Tagen wurde an die Kriegervereine, Reservistenkameradschaften und Interessierte ein Aufruf versandt, sich auch in diesem Jahr wieder an der Kriegsgräbersammlung zu beteiligen. Heuriger Sammlungspate ist Bundesminister a.D. Theo Waigel, er schreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Ehrenamtliche und Förderer Deutsche Kriegsgräberfürsorge!

Einen Ort zu haben oder um einen Ort zu wissen, wo ein geliebter Angehöriger seine letzte Ruhe gefunden hat, ist für viele Menschen ein großer Trost. Auch für meine Familie und mich ist das Grab meines Bruders Gustl, der im September 1944 in Frankreich gefallen ist und auf der deutschen Kriegsgräberstätte Niederbronn-les-Bains seine letzte, würdige Ruhestätte gefunden hat, ein bedeutender Ort. Gleichzeitig weiß ich als politischer Mensch um die Wichtigkeit von Gedenk- und Mahnorten für junge Menschen, um Geschichte zu begreifen und Lehren aus ihr zu ziehen.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberstätte e.V. nimmt sich der Gräber der Kriegstoten seit über einhundert Jahren an. Seine Gedenk- und Friedensarbeit habe ich stets aufmerksam verfolgt und engagiere mich seit geraumer Zeit ehrenamtlich im Volksbund. Ich wurde gebeten, heuer die Patenschaft über die Haus-, Straßen- und Friedhofssammlung des Landesverbandes Bayern zu übernehmen.

Dieser Bitte komme ich aus zweierlei Gründen sehr gerne nach: Zum einen jährt sich in diesem Jahr das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal, zum anderen insbesondere deshalb, weil die Corona-Pandemie uns alle und so auch den Volksbund als gemeinnützige, auf Spenden angewiesene Organisation vor besondere Herausforderungen stellt.

Kriegsgräberstätten sind Mahnmale für den Frieden und Lernorte der Geschichte. Zu ihrer Erhaltung ist der Volksbund auf Ihre Hilfe – als Sammler im Ehrenamt oder Spender – dringend angewiesen. Bitte unterstützen Sie den Volksbund und damit eines der größten Friedensprojekte der letzten Jahrzehnte! „Vergelt’s Gott!“

Ihr

Dr. Theo Waigel

Bundesminister a.D.

Näheres unter www.volksbund.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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