Wirtschaft

TH Rosenheim: Zwei Auszeichnungen bei Effizienzhaus-Wettbewerb

Die Technische Hochschule Rosenheim hat beim Themenwettbewerb „10 Jahre Effizienzhaus Plus“ zwei Preise gewonnen. In der Kategorie Modellstandorte wurde ein Projekt zum Energie-Monitoring eines staatlichen Gebäudes in Mühldorf a. Inn ausgezeichnet. Zu den Preisträgern in der Kategorie studentische Projekte zählt das Team „levelup“ mit seinem Entwurf für den Solar Decathlon Europe 21/22, einen universitären Wettbewerb für nachhaltiges Bauen und Wohnen.

Zu ihrem zehnjährigen Bestehen hat die Initiative Effizienzhaus Plus der Bundesregierung, die sich für mehr Klimaschutz beim Bauen stark macht, im vorigen Jahr den Ideen- und Kreativwettbewerb gestartet.  Beteiligen konnten sich alle, die sich kreativ mit dem Thema Effizienzhaus Plus auseinandersetzen möchten, beispielsweise Schülerinnen und Schüler, aber auch Studierende und Auszubildende sowie weitere Interessierte. Gesucht wurden Beiträge, die sich mit dem Effizienzhaus Plus auseinandersetzen und hier die Themen energieeffizientes Bauen, Klimaschutz und Nachhaltigkeit sowie Arbeiten, Wohnen und Leben behandeln.

Als Modellstandort reichte die TH Rosenheim zusammen mit dem Landkreis Mühldorf a. Inn  ein Projekt am Beruflichen Schulzentrum in Mühldorf ein. Dort wurde im Zuge einer Komplettsanierung ein Energiemonitor installiert, der die wichtigsten Energieflüsse und die Anlagenkomponenten mit besonderem Fokus auf erneuerbare Energiequellen darstellt. Er enthält animierte sowie von den jeweiligen Messwerten abhängige Elemente. Veranschaulicht werden die Werte Bezug und Erzeugung des Vortags, zudem gibt es eine detailliertere Grafik über den entsprechenden Leistungsverlauf mit Aufteilung in Verbrauchergruppen sowie eine Grafik zur aktuellen Leistung der Photovoltaik-Anlage. Zusammenfassend wird im Energiemonitor die Gesamtenergiebilanz der Gebäude sowie das Äquivalent an zusätzlich ausgestoßenem beziehungsweise eingespartem CO2 dargestellt.

„Es ist wichtiger denn je, von fossilen Energieträgern wegzukommen. Die Auszeichnung unterstreicht das Bewusstsein dafür“, so Dominik Aimer, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Forschung, Entwicklung und Transfer den Energiemonitor entworfen hat. Er habe besonders darauf geachtet, die gewonnenen Daten möglichst anschaulich darzustellen, damit sie bei den Schülerinnen und Schülern Interesse für das Thema wecken.

“Die Auszeichnung ist der Beleg dafür, dass wir uns bei dieser großen Baumaßnahme ökologisch sinnvoll aufgestellt und richtig in die Zukunft investiert haben. Darüber hinaus zeigt sie, dass unsere zusätzliche Investition den gewünschten Effekt hat. Dabei hatten wir nicht nur das große Glück, dass wir von Seiten der Architekten und Planer hochprofessionell betreut wurden, sondern auch, dass wir mit der TH Rosenheim den perfekten Partner für das Monitoring gefunden haben”, sagte Landrat Max Heimerl (CSU) bei der Preisübergabe.

Studentisches Team überzeugt mit Konzept für energetische Sanierung

Den dritten Platz bei den studentischen Projekten belegte das Team „levelup“ mit seinem Konzept für die energetische Sanierung und modulare Erweiterung von Bestandsgebäuden vor allem aus den 1950er bis 1970er Jahren. Grundlegend für den Entwurf sind eine modulare und adaptierbare Holzbauweise sowie eine serielle Fertigung, die bezahlbare Wohnraum in urbanen Räumen ermöglicht. „Unser Konzept steht für nachhaltige, energieeffiziente und sozialverträgliche Architektur, indem wir keine Grünflächen versiegeln, sondern vorhandenen Wohnraum aufwerten und erweitern“, so Projektleiter Andreas Boschert. Beim Solar Decathlon erreichte das Team der TH Rosenheim den hervorragenden sechsten Platz unter 16 teilnehmenden Universitäten und Hochschulen.

Bericht und Foto: TH Rosenheim

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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