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TH Rosenheim: Erster dualer Pflegestudiengang

An der Technischen Hochschule Rosenheim gibt es bereits seit 2015 einen dualen Pflegestudiengang, der in enger Kooperation mit den Pflegeschulen der Region durchgeführt wird. Mit fünf dieser Partner wurde nun ein bayernweit einzigartiger dualer Studiengang entwickelt, der in Einklang mit dem neuen Pflegeberufegesetz steht.

Bereits seit einem Jahr wird gemeinsam an der Konzeption des neuen dualen Studiengangs „Pflegewissenschaft (B.Sc.)“ gearbeitet, der im Wintersemester 2020/21 starten wird. Die TH Rosenheim bietet mit diesem Studiengang – künftig als einzige Hochschule in Bayern – ein duales Kooperationsmodell mit Pflegeschulen an. Der Aufbau des Studiums wurde an die Anforderungen des neuen Pflegeberufegesetzes adaptiert und zeichnet sich jetzt durch eigene Studierendenklassen an den Pflegeschulen, deutlich mehr Lehrveranstaltungen an der Hochschule sowie eine noch engere Verzahnung der Hochschulmodule mit den Berufsfachschulunterrichten sowie den Praxiseinsätzen aus. Das hat für Studierende entscheidende Vorteile:

Studiengang Pflegewissenschaft, B.Sc. an der TH Rosenheim
Qualifikation PLUS
Erwerb eines EU-weit anerkannten staatlichen Berufsabschlusses zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann und eines Bachelor of Science. Dadurch eröffnen sich vielseitige, internationale Karrierechancen.
Bildung PLUS
Pflegeschulen und Hochschule bündeln ihre Kompetenzen zu einem erstklassigen Gesamtpaket.
Finanzierung PLUS
Möglichkeiten eines festen Einkommens über das gesamte Studium.
Berufseinstieg PLUS
Hohe Attraktivität für Arbeitgeber durch breites Kompetenzprofil und der während des Studiums gewonnenen fundierten Praxiserfahrung.
Freude am Lernen PLUS
Abwechslungsreich durch Kombination von Vorlesung, Seminar, Unterricht, Simulationslernen im Labor und Praxiseinsätzen.

Besonders attraktiv ist, dass das duale Studium in Kooperation mit den Pflegeschulen eine Ausbildungsvergütung ermöglicht. Nach vier Jahren erwerben die Studierenden den europaweit anerkannten Berufsabschluss Pflegefachfrau/-fachmann und den Bachelor of Science. Interessierte Pflegefachkräfte mit einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung können den Bachelorabschluss innerhalb von drei Jahren erwerben und parallel bis zu 50% beruflich tätig bleiben. Ziel des dualen Studiums ist es, dass die Absolventen eine evidenzbasierte Pflegepraxis realisieren können. Die Absolventen werden für die direkte Pflege wissenschaftlich und praktisch auf höchstem Niveau auf Ihre verantwortungsvolle Berufstätigkeit vorbereitet.

Das Berufliche Schulzentrum Mühldorf am Inn (BSZ) und die RoMed Kliniken Rosenheim richten für das neue Studienmodell jeweils eine eigene Studierendenklasse ein. Weitere kooperierende Berufsfachschulen können „Ihre“ Studierenden an diese Studierendenklassen entsenden. Parallel zur Ausbildung findet das Studium an der Technischen Hochschule Rosenheim statt, wo neu eingerichtete Skillslab-Räumlichkeiten zur Verfügung stehen, um zum Beispiel in simulierten Pflegesituationen wissenschaftsbasierte pflegerische Handlungskompetenz zu entwickeln. Der Umgang mit komplexen Pflegesituationen wird alltagsnah und in geschützter Umgebung trainiert. Die praktische Ausbildung erfolgt in den Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsorganisationen.

Über den Fachkräftemangel in der Pflege wird aktuell viel diskutiert. Wie wichtig für eine gute gesundheitliche Versorgung auch akademisch qualifizierter Pflegenachwuchs ist, betonte bei der Netzwerkgründung u. a. die Pflegedirektorin der RoMed Klinken, Frau Judith Hantl-Merget. Studierenden der ersten Kohorten sind bereits beruflich in den RoMed-Kliniken tätig und stellen dort ihre Kompetenzen unter Beweis. Der Präsident der Hochschule Rosenheim Prof. Dr. h. c. Heinrich Köster blickte auf die fast fünfjährige gute Erfahrung mit dem Studiengang Pflege zurück und freut sich, dass die TH Rosenheim als Pionier in der Region nun ein bayernweit einmaliges und innovatives duales Studiengangsmodell anbieten kann.

Mehr zum Netzwerk Pflege Dual Plus und zum neuen Studiengangsmodell erfahren Sie unter www.th-rosenheim.de/gesundheit/pflege-bsc.

Bericht und Foto: TH Rosenheim

Bildunterschrift: Kooperationspartner: (von links) Prof. Dr. Katharina Lüftl (Studiengangsleitung Pflege, TH Rosenheim), Prof. Dr. Franz Benstetter (Prodekan Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, TH Rosenheim), Roland Hanisch (Pflegepädagoge, kbo-Inn-Salzach Klinikum), Prof. Dr. Martin Müller (TH Rosenheim), Judith Hantl-Merget (Pflegedirektorin, RoMed Kliniken), Prof. Dr. Andreas Ehgartner (TH Rosenheim), Manuela Püttner-Nann (Schulleiterin, Bildungszentrum Kliniken Südostbayern AG, Traunstein), Gunnar Leroy (Gesamtschulleiter, RoMed Kliniken), Prof. Dr. Sabine Ittlinger (Dekanin der Fakultät für Angewandte Gesundheits- und Sozialwissenschaften, TH Rosenheim), Max Heimerl (Schulleiter, BSZ Mühldorf a. Inn), Prof. Dr. h.c. Heinrich Köster (Präsident, TH Rosenheim), Manuel Achberger (Studienrat, BSZ Mühldorf) Michaela Riesner (Studiendirektorin, BSZ Mühldorf a. Inn)

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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