Gastronomie

Süße Kirchweihnudeln einfach selber machen

Kirchweih ist eine besonders in Bayern fest verankerte Tradition, bei der am dritten Sonntag im Oktober die Weihe der Kirche gefeiert wird. Neben Musik, Tanz und regionalen Bräuchen gehören herzhafte und süße Schmankerl dazu.

Ursprünglich wurde der Jahrestag der Weihe einer Kirche oder auch der Namenstag des Kirchenpatrons jedes Jahr aufs Neue mit einer großen Feier begangen. War die eigene Kirchweih vorbei, fand in einem der Nachbarorte die nächste Kirchweih statt. Um dieser langen Feierei ein Ende zu bereiten, wurde 1866 das Kirchweihfest für alle auf den dritten Sonntag im Oktober festgelegt.

Kulinarisch steht die Kirchweih für ein süffiges Bier, ein herzhaftes Festessen, oft mit Ente und Gans, sowie süßes Butterschmalzgebäck. Da die Kirchweih heuer coronabedingt ausfällt, teilt Barbara Wallner, Ernährungsfachfrau im Bayerischen Bauernverband, ihr Rezept für süße Kirchweihnudeln

Rezept für süße Kirchweihnudeln

Zutaten

  • 1,5 kg Mehl
  • 1 TL Salz
  • 250 ml süße Sahne
  • 5 Eier
  • 3 Würfel frische Hefe
  • 200 g Zucker
  • ca. ½ l Milch
  • ca. 200 g Rosinen in Rum eingeweicht
  • 3 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Butter flüssig zum Formen

Zubereitung

  • Dämpferl ansetzen (Hefe mit ca. 1 EL lauwarmem Wasser und 1 TL Zucker verrühren), für 10 Minuten zugedeckt an einen warmen Ort stellen
  • Alle Zutaten (außer der flüssigen Butter und den Rosinen) mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät (Knethaken) ca. 10 Minuten gut durchkneten
  • Teig auf bemehltes Backbrett geben, abgeseihte Rosinen mit der Hand einkneten, nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen
  • Ca. 40 Teigstücke abstechen (es werden eher kleine Kirchweihnudeln), zu Kugeln formen und auf dem bemehlten Brett zugedeckt nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen
  • Aus den Kugeln „Nudeln“ formen, d. h. zu einer Art Teller ausziehen (handflächengroß), in die Mitte etwas flüssige Butter streichen
  • 6 – 7 Ecken „einschlagen“ (zwischen Daumen und Zeigefinger beginnen), auf den Ecken liegend zugedeckt nochmals ca. 15 Minuten gehen lassen
  • Butterschmalz erhitzen (das Fett ist heiß genug, wenn sich kleine Bläschen an einem  Holzkochlöffel, der ins Fett getaucht wird, bilden)
  • Die „Nudeln“ mit den Ecken nach oben ins heiße Fett geben, mit der Schöpfkelle mit etwas Fett begießen (die Ecken lösen sich etwas), nach ca. 1 Minute wenden (nicht zu dunkel und nicht zu hell backen), insgesamt ca. 3 Minuten backen
  • Die gebackenen Kirchweihnudeln mit der Schaumkelle auf ein Backgitter geben (darunter ein Blech und etwas Küchenpapier zum Abtropfen)
  • Zum Servieren mit Puderzucker bestreuen

Tipp: Legen Sie sich einen kleinen Vorrat an, indem Sie die Kirchweihnudeln frisch einfrieren. Nach dem Auftauen empfiehlt es sich, die Kirchweihnudeln kurz im Backofen zu erwärmen.

Text, Rezept und Foto: Bayerischer Bauernverband

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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