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Starke FFW-Bilanz in Bernau

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Nach einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder traf sich die Bernauer Feuerwehr am vergangenen Freitag zu ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung im Kampenwandsaal. Im Beisein von erstem, zweitem und drittem Bürgermeister und einer großen Zahl Gemeinderäte eröffnete Andreas Reiter zum ersten Mal die Versammlung.

Nicht ohne Stolz berichtete dann Kommandant Marcus Praßberger vom Engagement seiner 63-köpfigen Mannschaft im Jahr 2018: den 48 männlichen und zwei weiblichen Aktiven, sowie den 13 Anwärtern. Insgesamt waren die Feuerwehrler 1721 Stunden im Einsatz. Wieder einmal standen laut Praßberger dabei die technischen Hilfeleistungen mit 70 Einsätzen im Mittelpunkt. Es folgten Ausrückungen bei zehn Bränden, sechs Sicherheitswachen, drei Gefahrguteinsätzen und 23 Mal gab es einen Fehlalarm. Zusammen mit den rund 1900 Übungsstunden, den technischen Diensten und überörtlichen Ausbildungen kam die Freiwillige Feuerwehr Bernau auf insgesamt 3587 Stunden für den Dienst am Nächsten. Statistisch sind also jeden Tag 9,8 ehrenamtliche Stunden geleistet worden. Dank des professionellen Auftretens der Floriansjüger kamen alle immer wieder gesund nach Hause. Praßberger bedankte sich in diesem Zusammenhang bei seinen Kameraden, vor allem auch bei den Jugendleitern, die hervorragende Arbeit leisten. Ein weiterer Dank galt auch Bürgermeister Bernhofer, den Gemeinderäten und der Verwaltung für die große Unterstützung. Bei der Ersatzbeschaffung eines Fahrzeugs habe man sofort die Zustimmung bekommen und befinde sich momentan in der Ausschreibungsphase.

Der erste Rückblick des im letzten Jahr neugewählten Feuerwehrvorstands Andreas Reiter spiegelte ein reges Vereinsleben wider. Er berichtete von sportlichen und geselligen Ereignissen wie Weisertwecken- und Firstbaumfahrten, Geburtstagsfeiern, dem Watt- und Schafkopfturnier, dem Spritzenfest, den Grillabenden oder einem Glühweinfest. Er bedankte sich bei der Fahnenabordnung für die Dienste, den vielen Fördermitgliedern für die Unterstützung und bei allen Kameraden für den guten Zusammenhalt.

Von zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr berichtete auch Jugendwart Stefan Huber. Die Jugendfeuerwehr mit ihren 12 Jungen und zwei Mädchen war eingebunden in die Christbaum-Einsammelaktion, den Informationstag der Feuerwehr, den Berufsfeuerwehrtag in Aschau, ein Zeltlager am Gerätehaus, mehreren Fortbildungen und zwei Gemeinschaftsübungen mit der Rottauer und Aschauer Jugendwehr. Fast alle Jugendlichen hatten sich auch erfolgreich einem Wissenstest unterzogen, der einer Leistungsprüfung gleichkommt. Innerhalb der Jugendfeuerwehr kamen so mit Vor- und Nachbereitung über 2150 Stunden zusammen. Huber bedankte sich bei seinem Stellvertreter Matthias Stephan, bei allen Spendern und den vielen Helfern.

„Finanziell befinden wir uns auf einem sehr guten Stand“, war das Fazit von Kassenwart Stephan Hölzl nach seinem Jahresbericht. „Diese positive Situation wäre aber ohne das Spritzenfest und die Fördermitglieder nicht möglich gewesen“. Er verwies aber gleich auf die Tatsache, dass ein Teil des erwirtschafteten Geldes wieder in das zukünftige Fahrzeug und einen ebenfalls geplanten Bootskauf investiert werden soll.

Donat Steindlmüller erläuterte vor den Kameraden kurz, warum die Vorstandschaft eine neue Vereinssatzung ausgearbeitet und im Vorfeld verteilt hatte. Gründe hierfür sind die Eintragung in das Vereinsregister aus versicherungstechnischer Sicht. Nach einigen Erläuterungen wurde die neue Satzung einstimmig angenommen.

Stolz auf „unsere“ schlagkräftige Feuerwehr und den hohen Ausbildungsstand war Bürgermeister Philipp Bernhofer. Er dankte allen Anwesenden für die geleistete ehrenamtliche Arbeit und den Dienst am Nächsten, den man gerade in den letzten Wochen bei den kurzfristig einberaumten Schneeräumungen von Kindergarten- und Hallenbaddach gesehen hätte. Vor allem die Arbeit in der Jugendfeuerwehr erwähnte er lobend, da hier Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Gemeinschaftssinn gelernt und erfahren würden, die auch später im Beruf wieder abgerufen werden können.

Als Vertreter der Autobahnpolizei freute sich Peter Böttinger, dass es die Feuerwehr gibt. „In der Blaulichtfamilie arbeiten wir eng zusammen, ohne euch könnten wir vieles nicht schaffen. Und gerade diese Leistung ist für die Gesellschaft unbezahlbar!“ Ebenfalls lobende Worte fand Kreisbrandinspektor Franz Hochhäuser, der in seinem Grußwort auf die geplanten Überprüfungen der Feuerwehrhäuser und die Tagesalarmsicherheit einging.

Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Franz Hügel, 12 Jahre Kommandant der Bernauer Feuerwehr und 24 Jahre Kreisbrandmeister in Rosenheim, für das lange Spalier, dass ihm anlässlich seiner Ernennung zum Ehrenkreisbrandmeister gebildet worden war. Er sei stark beeindruckt gewesen, dass ihm seine Bernauer Kameraden diese Ehren gegeben hätten. Die Entscheidung nach 46 Jahren den aktiven Dienst zu beenden ist ihm nicht leicht gefallen, aber „man muss auch mal loslassen können, obwohl es Spaß gemacht hat und interessant war.“ Er dankte allen für die gute Zusammenarbeit und wünschte weiterhin viel Erfolg und immer ein gutes Nach-Hause-kommen.

Für ihren aktiven Dienst bei der Feuerwehr Bernau konnten einige Feuerwehrler von Kommandant Marcus Praßberger und Vorstand Andreas Reiter geehrt werden: Katrin Linhuber und Maximilian Richter (zehn Jahre), Christian Linhuber und Karl Huber (20 Jahre) . Außerdem wurden drei Jugendliche in den aktiven Dienst übernommen.

Bericht und Fotos: Georg Leidel

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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