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Sozialer runder Tisch der Gemeinde Aschau

Zum Abschluss gab es noch Kaffee und Kuchen, in Aschau tagte wieder einmal der „Soziale runde Tisch“; zum 23-jährigen Bestehen des Arbeitskreises „Senioren- und Behindertenhilfe“ lud die Gemeinde Aschau ins Rathaus ein. Bürgermeister Peter Solnar und Christine Niedermaier gaben einen kurzen Bericht darüber, was sich seit der letzten Besprechung getan hat: Die Integrative Disko im Eiskeller – von der Diakonie mit Unterstützung der Gemeinde organisiert – war wieder gut besucht. Es war eine heitere Stimmung unter behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen. Dank der Hilfe der Feuerwehr und des Roten Kreuzes von Aschau konnten alle die Treppe in den Eiskeller überwinden, miteinander feiern und abtanzen.

„Der Aschauer Wunschbaum war wieder ein voller Erfolg. Zahlreichen Personen, die finanziell nicht so gut gestellt sind, wurden kleinere Wünsche erfüllt – wir konnten wieder viel Freude bereiten“. Der Seniorenausflug der Gemeinde führte ins Bauernhausmuseum von Markus Wasmeier in Schliersee. 90 Seniorinnen und Senioren nahmen bei herrlichem Wetter daran teil. Die Gemeinde übernahm die Kosten für die Busfahrt, den Eintritt sowie die Führungen. Bürgermeister Solnar dankte allen, die fleißig und zuverlässig mitgeholfen haben, damit alle Veranstaltungen reibungslos und erfolgreich durchgeführt werden konnten.

Der Aschauer Seniorenbeirat besteht seit acht Jahren, Sprecher des Seniorenbeirats ist Philipp Ramming. Der Aschauer Helferkreis (AHK), der sich aus dem Seniorenbeirat gegründet hat, wird von der Bevölkerung gut in Anspruch genommen. „Wer also kleine Unterstützungen braucht, sei es Hilfe beim Einkaufen, oder Fahrten zum Arzt, wer Begleitung beim Spaziergang oder zu Veranstaltungen sucht oder Hilfe beim Ausfüllen von Formularen benötigt, kann sich gerne an den AHK wenden“. Der Seniorenbus ist gut ausgelastet, im letzten Jahr waren es 1000 Fahrten, die von ehrenamtlichen Fahrern für Senioren und Behinderte kostenfrei organisiert und übernommen werden konnten. Es besteht tatsächlich Bedarf für einen zweiten Bus, so Philipp Ramming. Die Veranstaltung „Senioren Dialog“ war gut besucht. Weitere Veranstaltungen des Seniorenbeirats sind geplant, wie zum Beispiel Vorträge über die Generalvollmacht, die Verrentung des Eigentums und ähnliches. Ein Senioren-Schwerpunktthema in der Gemeinde ist und bleibt die angespannte Wohnraumsituation sowie die Mobilität in der Gemeinde.

Nach einem Vortrag des Bürgermeisters über die Seniorenarbeit in Aschau spendete der Verein „Lichtblick“ eine größere Summe für hilfsbedürftige Seniorinnen und Senioren in Aschau. Damit konnte bereits im Jahr 2019 viel Gutes getan werden. Bürgermeister Solnar und der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Ramming, statteten dem Verein einen Besuch in München ab. Dabei wurde über mögliche weitere langfristige Unterstützungsmöglichkeiten gesprochen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Zusammenarbeit entwickelt.

Gut besucht ist jeden ersten Samstag im Monat das vom Seniorenbeirat ins Leben gerufene Repair-Café in der Aschauer Preysing Grundschule, das es seit über vier Jahren gibt. „Vieles eigentlich Brauchbare muss nicht gleich weggeworfen werden, sondern kann noch repariert werden. Lebensgefährliche Reparaturen mit Draht und Isolierband werden allerdings nicht gemacht“.

Der „Sozialplan für die Bereiche Alten- und Behindertenhilfe“ wurde im Frühjahr 1997 vom Kreisausschuss und Kreistag beschlossen. Die Senioren- und Behindertenbeauftragten sollen die Belange der jeweiligen Bevölkerungsgruppe gegenüber der Kommune vertreten und zugleich als Ansprechpartner für sie zur Verfügung stehen. Die Beauftragten sollen allgemein auf die Situation der alten und behinderten Menschen aufmerksam machen, aber auch konkret vorhandene Angebote koordinieren und neue Möglichkeiten initiieren. Aschau hat aufgrund dieses Vorschlags des Landratsamtes Rosenheim zeitnah einen Arbeitskreis gegründet und dazu die sozialen Einrichtungen der Gemeinde eingeladen – so, wie der Gesprächskreis heute noch besteht. Seit Juli 2014 sind Margarete Getto und Philipp Ramming gemeinsam die Seniorenbeauftragten der Gemeinde Aschau, Margarete Getto ist weiterhin als auch Behindertenbeauftragte tätig. „Inzwischen ist es nicht mehr vorstellbar, ohne Senioren- und Behindertenbeauftragte zu sein“, so unisono Bürgermeister Solnar und Christine Niedermaier. „Die zahlreichen Termine, Besprechungen, Erarbeitung von Konzepten und desgleichen werden von beiden selbständig wahrgenommen und entlasten die Verwaltung. Vielen Dank dafür!“

Bürgermeister Solnar berichtete über den aktuellen Stand der Bauarbeiten der teilstationären Tagespflege in Aschau, in der künftig jeden Tag bis zu 24 pflegebedürftige Personen betreut werden können. Bei Bedarf besteht auch die Möglichkeit zur Erweiterung des Gebäudes. Diese Betreuung dient der Entlastung der pflegenden Angehörigen. Der Vorsitzende des Ökumenischen Sozialdienstes Priental Lorenz Ablinger war an der Teilnahme am Runden Tisch verhindert, ebenso wie die Vertreterinnen des Behandlungszentrums Aschau.

Abschließend wies Bürgermeister Solnar auf die anstehenden Termine hin: Es wird auch in diesem Jahr wieder einen gemeindlichen Seniorenausflug geben. Der Termin und weitere Einzelheiten stehen noch nicht fest, sie werden rechtzeitig im Gemeindeblatt bekannt gegeben. Die Integrative Disko im Eiskeller findet voraussichtlich am 17. November statt und auch die Aktion Wunschbaum wird in der Adventszeit wieder durchgeführt.

Bericht und Fotos: Heinrich Rehberg

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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