Natur & Umwelt

Sonderbriefmarke „Wald ist Klimaschutz“ in Berlin vorgestellt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) hat am Dienstag, 5. Oktober in Berlin die Sonderbriefmarke „Wald ist Klimaschutz“ vorgestellt. Das sogenannte Sonderpostwertzeichen ist auf DFWR-Initiative entstanden und nimmt Bezug auf das Multitalent und den Klimaschützer „Wald“.

 „Dem Ökosystem Wald kommt in der menschengemachten Klimakrise eine Schlüsselfunktion zu“, sagte DFWR-Präsident Georg Schirmbeck anlässlich der Präsentation in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin. „Waldbewirtschaftung und Holzverwendung verbessern die Treibhausgasbilanz in Deutschland derzeit um etwa 14 Prozent.“ Wälder müssten durch gezielten Waldumbau resilienter gegen die Gefahren des Klimawandels gestaltet werden. Dazu seien auch entsprechende politische Rahmenbedingungen wie die finanzielle Förderung des Wald- und Holzsektors und die Unterstützung der rund zwei Millionen privaten und staatlichen Waldbesitzenden in Deutschland nötig. „Die deutsche Forstwirtschaft ist ein wichtiges Bindeglied in eine nachhaltige Umweltpolitik“, so Schirmbeck. „An eine neue Bundesregierung appellieren wir, in einen konstruktiven Dialog zu treten, damit jetzt gute Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung geschaffen werden können.“ Das Sonderpostwertzeichen mit dem Nennwert von 80 Cent und einer Auflage von 3,5 Millionen Exemplaren trägt den offiziellen Titel „Gefahren des Klimawandels – Wald ist Klimaschutz“ und ist ab dem 7. Oktober im Verkauf erhältlich. Der Vorschlag des DFWR wurde durch eine Auswahlkommission am Bundesministerium der Finanzen (BMF) angenommen und technisch umgesetzt. Das Motiv stammt von der Berliner Künstlerin Constanze Hein.

Die Idee wurde durch den DFWR entwickelt, um auf die Folgen der außergewöhnlichen Dürre- und Hitzesommer seit 2018 mit ihren Auswirkungen auf den Wald aufmerksam zu machen. Um diese Botschaft einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren, hat der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR) das niederschwellige Angebot mit hoher Breitenwirkung angeregt. Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Professor für Waldbau an der Universität Freiburg, ging während der Präsentation in Berlin in seinem Vortrag „Der Wald als Klimaopfer und Klimaschützer“ auf die zentrale Bedeutung der nachhaltigen Forstwirtschaft für den Klimaschutz ein.

Bericht und Foto: Deutscher Forstwirtschaftsrat –   (v.l.n.r.) -Präsentation der Briefmarke „Wald ist Klimaschutz“ in der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin: Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Professor für Waldbau an der Universität Freiburg, Dr. Heinz-Werner Streletzki, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Rolf Bösinger, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Constanzen Hein, Künstlerin, Berlin, DFWR-Präsident Georg Schirmbeck, Johannes Sturm, Leiter der Niedersächsischen Landesvertretung.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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