Natur & Umwelt

Sommergespräch im Bergsteigerdorf Sachrang

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Jubiläumsjahr „30 Jahre Naturschutzgebiet Geigelstein“ trafen sich kürzlich Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Touristik und Gesellschaft, um mit ihrem Gesprächsgast,  Dr. Tobias Hipp vom Bundesverband des Deutschen Alpenvereins, zuständig für das Ressort Naturschutz und Kartographie, aktuelle und zukünftige Herausforderungen im alpinen Lebensraum zu diskutieren.

Auf Einladung der ersten Vorsitzenden des Vereins Lebendiges Sachrang e. V., Lilo Trappmann, waren zahlreiche Gäste in das Trachtenvereins-/ Bergwachtheim nach Sachrang gekommen, darunter die drei Bürgermeister von Aschau, Simon Frank, Michael Andrelang und Monika Schmid sowie der Leiter der Tourist Info, Herbert Reiter, und viele weitere interessierte Zuhörer aus dem Priental. Der ressourcenschonende Umgang mit der Kulturlandschaft bildete den Mittelpunkt des „Sommergesprächs“ mit dem Leiter der Initiative Bergsteigerdörfer in Deutschland, das unter dem Motto „Geschützt – Gepflegt – Geachtet  – Fragen zu unseren Lebensräumen und ihren Nutzungen“ stand. Dieser Anspruch war die Grundlage für Fragen und Antworten im gesamten Gesprächsverlauf. Sich zur gegenwärtigen und erwartbaren zukünftigen Entwicklung Gedanken zu machen, bietet sich im Jubiläumsjahr an.

Dialogpartner beim Expertengespräch waren der Schlechinger Remigius Bauer, jun., Gemeinderat und Fachmann für naturverträglichen Bergsport im Alpenraum, und Wast Pertl, Gemeinderat und erfahrener Almbauer im Naturschutzgebiet Geigelstein. „Mehr denn je müssen Naturschutz und Tourismus verträglich miteinander verzahnt werden“, ist im Grußwort der Bergsteigerdörfer-Bürgermeister zur Jubiläumsbroschüre zu lesen. Und somit waren die Schwerpunkte des Gesprächs u. a. „Mobilität und Freizeit-Verkehr“, „Freizeitverhalten und Bergsport“, „Klimawandel im Alpenraum und dessen Auswirkungen“, „Tourismuskonzepte im Einklang mit der Bergsteigerdörfer-Idee“, „Gemeinschaftsprojekte zwischen DAV und den Akteuren vor Ort“. Ausgiebig wurde auf das Ziel der Initiative der Bergsteigerdörfer eingegangen: Bergsport als „verbindendes Element zwischen Mobilität, Klimaschutz, Tourismus und Ortsentwicklung“ (Dr. Tobias Hipp). In diesem Zusammenhang wurde beispielsweise das in diesem Sommer von der DAV Sektion München & Oberland initiierte und den Individualverkehr reduzierende „Bergbus-Projekt“ ausführlich erörtert, das Bergfreunde von München aus  in ausgesuchte Berggegenden, so auch nach Sachrang und Schleching bringt, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer oder gar nicht zu erreichen sind.
Im Anschluss an den eineinhalb stündigen Dialog war das Publikum eingeladen, sich mit Beiträgen zu beteiligen. Unter anderem wurde die Idee von der „Hütte im Tal“ als ressourcenschonende Übernachtungs- und Versorgungsstation für Wanderer im Bergsteigerdorf erneut diskutiert.

Die Moderatoren und Lilo Trappmann schließen das 10. Kamingespräch und  machen neugierig auf weitere Gesprächsrunden. Mehr Informationen zur Reihe „Kamingespräch mit …“ sind unter www.lebendiges-sachrang.de zu finden.

Bericht und Bilder: Lilo Trappmann, Verein Lebendiges Sachrang

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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