Sport

‘SILENT AIR REMOVER’ für Stand-Up-Paddle Boards 

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

UM WAS ES GEHT:  Leise plätschern die Wellen, es ist Frühjahr, die Stand-Up-Paddler/innen (auch Stehpaddler genannt) haben ihre Boards ausgepackt und drehen erste Runden auf den Seen. Ein Bild des Friedens, der Freude, der Entspannung, der Idylle, der Erholung… Doch dann… plötzlicher Horror am Badestrand: Ein Knall gleich einem Pistolenschuss, Brutvögel flattern auf, Sonnenanbeter schrecken hoch, Hunde schlagen an… Von woher rührt Gefahr? Jedenfalls – mit der Idylle ist es erstmal vorbei.

WAS IST PASSIERT? Es ist mittlerweile Spätnachmittag und die ersten Stehpaddler machen sich auf den Weg nach Hause. Das bedeutet: Sie öffnen die Ventile ihrer Boards und peng, peng, peng… sofort startet eine Serie massiver, akustischer Anschläge auf das Trommelfell all der Badegäste, Hunde und sich im Schilf weg duckender Entenküken… „Ist ja rücksichtslos, ist ja unverschämt, geht das nicht auch leiser?“ kommentieren die aufgeschreckten Freizeitler diese schmerzhaften Lärmattacken auf ihre Ohren. „Das muss auch anders gehen”, denkt sich Michael Woineck (55) – selbst begeisterter Stand-Up-Paddler und im Berufsleben Akustikexperte, Erfinder und Entwickler. Über den Winter macht er sich in seinem kleinen Labor in Otterfing im Süden Münchens an die Arbeit.

Sein Ziel: Den Ventilen der Stand-Up-Paddle-Boards den lauten Puff und knallenden Peng auszutreiben. Und: Er hat Erfolg: ‘SILENT AIR REMOVER’ nennt er sein neuartiges und zum internationalen Patent angemeldetes „Made in Germany“- Flüsterventil. Es kann, so eine weitere Entwicklungsvorgabe, einfach in allen handelsüblichen Stand-Up-Paddle-Boards verwendet werden und passt auch bei Hartluftkajaks und Schlauchbooten mit HR-Ventil. Dabei ist der ‘SILENT AIR REMOVER’ simpel zu handhaben, es bedarf keinerlei technischer Fähigkeiten sowie spezieller Werkzeuge. Das gut Mittelfinger lange Flüsterventil gibt es in diversen Farben im Fachhandel für circa 39,- Euro/Stück.

Was Sie sonst noch über Stand-Up-Paddling wissen sollten:

  • Derzeit treiben weltweit rund 5 Mio. Aktive diesen Sport – Tendenz von Jahr zu Jahr rapide steigend.
  • Allein für Deutschland wird bis Ende 2021 ein Zuwachs von Boards bei weiteren rund 50.000 Wassersportlern erwartet.
  • Anders als herkömmliche Surfboards sind Stand-Up-Paddle-Boards nicht aus Holz oder Verbundwerkstoffen gefertigt. Eine spezielle Struktur aus Nylonfäden im Inneren verleiht ihnen beim Aufpumpen mit Luft unter Hochdruck die notwendige, physikalische Stabilität. Nachteil des Konzepts: Beim Ablassen der Luft kommt es zu den beschriebenen, äußerst unangenehmen Entladungsknallern…

Und sonst / Kontakt…

Entwickler Michael Woineck steht Ihnen jederzeit für Fragen und Auskünfte zur Verfügung –  https://silent-air-remover.de

Übrigens: Wer beim Stand-Up-Paddeln vom Brett fällt, wird bestenfalls klatschnass – mehr kann nicht passieren, es sei denn: Frau/Mann ist Nichtschwimmer.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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