Kultur

Schmuckausstellung im Priener Heimatmuseum

Über die Jahrhunderte war Schmuck und Auszier nur den herrschenden Gesellschaftsschichten vorbehalten. Erst das späte 18. und das 19. Jahrhundert ermöglichte es auch bürgerlichen und bäuerlichen Schichten Schmuck zu besitzen und zu tragen.

Dies kam dem Prunkbedürfnis des Menschen zugute. Man zeigte gerne was man hat.

Je dicker die Ringe, Ketten und Münzen an der Weste, je schwerer die Silberschnüre am Mieder oder die dazugehörige Kropfkette, desto wohlhabender die Träger und gehören heute unabdingbar–nicht nur zur oberbayerischen- Tracht.

Und dass viele der Anhänger an den Ketten und Rosenkränzen auch noch Amulettcharakter hatten  und vor allen Krankheiten, vor Gift  und Zaubereien sicher schützten, war natürlich keine Nebensache. In Silber gefasste Amulette und allerhand Segen und Segenszettel, oft verpackt in „Breverl“,  boten Schutz vor Schadzauber und Hexerei im Alltag und auf Reisen. Sie waren ja mit „magischer Kraft“ aufgeladen.

Schmuck ist nicht gleich Schmuck. Überall steckt eine unglaubliche Bedeutungsvielfalt.

Diese Vielfalt und deren Entwicklung wird nun anhand von Stücken aus süddeutschen Privatsammlungen aufgezeigt.

Die Eröffnung der Ausstellung, die musikalisch an der Zither von dem Dachauer Sammler, Stadt- und Kreisrat Robert Gasteiger umrahmt wird,  ist am Samstag, den 27. Juli, 16 Uhr. (Am Tag des Marktfestes geschlossen!)

Geöffnet ist die Ausstellung ist bis 27. Oktober täglich außer Montag von 14 bis 17 Uhr.

Zur Einladung sind alle Schmuckfreunde und insbesondere die Trachtler herzlich eingeladen.

Bericht und Foto: Heimatmuseum Prien –  www.prien.de

Anhang: Flyer

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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