Tourismus

Sachrang und Schleching als Bergsteigerdorf ausgezeichnet

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Im Rahmen eines Festaktes auf der Priener Hütte sind die Orte Sachrang und Schleching heute als Bergsteigerdörfer ausgezeichnet worden. Der Rosenheimer Landtagsabgeordnete Klaus Stöttner gratulierte beiden Gemeinden und freute sich besonders, dass mit Sachrang eine Gemeinde aus seinem Stimmkreis in die Riege der Bergsteigerdörfer aufgenommen wurde.

„Die Entscheidung der beiden ausgezeichneten Orte Sachrang und Schleching, bewusst auf nachhaltigen, umweltverträglichen und sanften Tourismus zu setzen, ist eine große Chance“, so Stöttner, der zugleich tourismuspolitischer Sprecher der CSU-Landtagsfraktion ist. Daher habe er sich im Rahmen der Haushaltsverhandlungen zur Bayerischen Alpenstrategie im Landtag auch für eine finanzielle Aufwertung der Bergsteigerdörfer eingesetzt. „Auf Initiative der CSU-Fraktion ist es uns schließlich gelungen, nun den neu zertifizierten Bergsteigerdörfern zusätzlich 30.000 Euro für Marketing-Maßnahmen zur Verfügung zu stellen“, so Stöttner. Dies sei ihm ein besonderes Anliegen gewesen, schließlich müsse auch die Öffentlichkeit – Medien sowie potenzielle Tourismusgäste – für die Besonderheiten der bayerischen Bergsteigerdörfer sensibilisiert werden.

Eine Konkurrenz zu anderen Tourismusgemeinden im Alpenraum sieht Stöttner nicht in den Bergsteigerdörfern. Ganz im Gegenteil: „Es ist die Vielfältigkeit, die unsere bayerische Tourismusregion auszeichnet“, ist sich Stöttner sicher. Besonders dankte er dem Deutschen Alpenverein für die Initiative zu dem Prädikat „Bergsteigerdorf“.

Dies verleiht der Deutsche Alpenverein Orten mit einem nachhaltigen, professionellen Tourismusangebot für Bergsteiger, Naturliebhaber und Gästen, die Authentizität und Tradition suchen. Die Vorbildfunktion besteht darin, dass in dörflicher Gemeinschaft die Tourismusphilosophie gelebt und an die nächste Generation weitergegeben wird. Bergsteigerdörfer sind dabei vorbildhafte regionale Entwicklungskerne im nachhaltigen Alpintourismus mit einer entsprechenden Tradition.

Das Prädikat wird vom Deutschen Alpenverein (DAV) nach einem Zertifizierungsverfahren verliehen, in welchem die Kriterien wie z. B. Bewahrung der örtlichen Kultur und Tradition, Tourismuskonzeption unter Verzicht auf umfangreiche technische Erschließung und Erhalt einer regional typischen Bebauung attestiert werden.

Fotos: Eindrücke von der Preisverleihung in Sachrang

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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