Natur & Umwelt

Rosenheimer Laubsauger und -bläser: mehr Schaden als Nutzen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Wonach klingt Herbst? In den letzten Jahren immer öfter nicht nach dem Rascheln von Laub im Wind, sondern nach Laubsaugern oder -bläsern. Diese Gartengeräte schädigen die Umwelt durch die Vernichtung unzähliger Kleinlebewesen und Insekten sowie die Gesundheit durch Lärm und Abgase. Der Schallpegel solcher Geräte liegt immerhin bei über 100 Dezibel und ist damit fast so laut wie ein Presslufthammer.

Laubsauger und -bläser, die von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden, stoßen darüber hinaus die gesundheitsschädlichen Abgase Stickoxide und Kohlenmonoxid aus. Außerdem wirbeln sie Feinstaub am Boden auf, der direkt wieder eingeatmet wird. Am Boden lebende Kleintiere wie Würmer, Insekten, Spinnen und Kleinsäuger verlieren ihren Lebensraum. Hinzu kommt, dass der Boden der Deckschicht beraubt wird, die ihn vor Austrocknung und extremer Kälte schützt.

Das Umwelt- und Grünflächenamt bittet daher nachdrücklich darum, zu Rechen und Harke zu greifen. „Sie sind zwar arbeitsintensiver, kommen dafür aber ganz ohne schädliche Emissionen aus. Ganz nebenbei hat man Bewegung an der frischen Luft“, benennt der städtische Umweltsamtsleiter Ralf Seeburger wesentliche Vorteile. Das welke Laub sollte auf Beete und unter Gehölze verteilt werden, wo es während des Winters langsam verrottet, Boden und Kleintieren als Schutz dient und im Frühjahr als natürlicher Dünger in den Boden eingearbeitet werden kann.

Weitere Infos gibt es beim Umwelt- und Grünflächenamt unter der Telefonnummer 365-1692.

Bericht: Stadt Rosenheim

Foto: Rainer Nitzsche

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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