Ukraine-Hilfe

Rosenheim rüstet mit zwei Schulen für Flüchtlinge

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Sporthallen der Gymnasien in Bad Aibling und Prien stehen ab sofort nicht mehr für den Unterricht zur Verfügung. Die Mitarbeiter der Landkreis-Bauhöfe in Riedering und Wasserburg haben heute Mittag (08.03.22) damit begonnen, die Hallen für die Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine vorzubereiten. In den Hallen sollen jeweils bis zu 200 Personen untergebracht werden.

Im Landratsamt Rosenheim hofft man, den Aufbau der Hallen bis Donnerstag abgeschlossen zu haben. Geplant ist, dass die Kriegsflüchtlinge nur vorübergehend in den Hallen bleiben, bis eine anderweitige Unterbringung organisiert ist. Die ersten Flüchtlinge, die nicht selbstständig ihren Weg in den Landkreis gefunden haben, sondern von der Regierung von Oberbayern zugewiesen werden, sollen am Mitwoch ankommen. Es soll sich um 50 Personen handeln, die in Brannenburg untergebracht werden. Der dortige Helferkreis ist bereits aktiv und Dolmetscher sind organisiert. Das Bayerische Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration geht derzeit davon aus, dass eine Unterbringung von 50.000 Personen in Bayern insgesamt erforderlich sein könnte. Dies hätte zur Folge, dass der Landkreis Rosenheim knapp 1.000 aufnehmen müsste. Grundlage für die Bemessung dieser Quote ist die Einwohnerzahl.

Als geeignete Unterkünfte sieht das Innenministerium an erster Stelle Privatwohnungen an. Danach folgen leerstehende Behinderteneinrichtungen, Altenheime, Kurhäuser, Wohnheime, Hotels, Pensionen und Jugendherbergen. Private Zimmer folgen erst danach, weil sie keine geschlossenen Wohneinheiten sind, die den Flüchtlingen zur alleinigen Nutzung zur Verfügung stehen. Insgesamt wurden dem Landratsamt bis gestern Wohnunterkünfte für 400 bis 450 Personen angeboten. Landrat Otto Lederer bedankt sich bei allen Anbietern für die Unterstützung bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen. Der Landkreis wird bei Bedarf auf die Anbieter zugehen.

Bericht und Foto: LRA Rosenheim

Redaktion

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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