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Rosenheim: Besichtigung Burg Falkenstein bald möglich

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Bevölkerung die Gelegenheit erhalten, sich die Burg Falkenstein anschauen zu können. Einen konkreten Termin für den Tag der offenen Tür gibt es noch nicht. Geplant ist aber, die Arbeiten noch heuer zu beenden, berichtete Flintsbachs Bürgermeister Stefan Lederwascher in der Mitgliederversammlung des Fördervereins zur Erforschung, Entwicklung und Erhaltung der Burg Falkenstein.

Eine Million Euro wird die Sanierung am Ende gekostet haben. Darin enthalten sind die umfassenden archäologischen Arbeiten, die Sanierung der an vielen Stellen porösen und vom Einsturz gefährdeten Mauern, die Freilegung einer jahrhundertealten Zugangsstraße sowie der Ersatzbau einer eingestürzten Brücke.

Ein großes Thema in der Mitgliederversammlung war die zukünftige Nutzung der Burg. Die ursprünglichen Ideen wurden nicht aus den Augen verloren. Lederwascher, der den erkrankten Vorsitzenden, Landrat Wolfgang Berthaler vertrat sagte, „Ziel ist nach wie vor, Räumlichkeiten für kleine Festivitäten oder ein Standesamt zu schaffen.“ Auch den Zeltlagerplatz für die Jugendarbeit des Landkreises oder Möglichkeiten für Vereinsveranstaltungen habe man weiterhin im Hinterkopf.

Lederwascher wies allerdings mehrfach darauf hin, dass die Schaffung einer Infrastruktur Voraussetzung für die Verwirklichung der Ideen ist und die ist Aufgabe der Gemeinde Flintsbach. „Wie müssen uns entscheiden, aber wenn etwas weitergehen soll, dann brauchen wir Wasser, Kanal und Strom.“ Die Kosten für diese Infrastrukturmaßnahme sollen sich laut Lederwascher auf etwa 150.000 Euro belaufen. Für die Umsetzung der Ideen sind zudem weitere Investitionen notwendig. Letztlich werden die Kosten insgesamt höher ausfallen als für die bisherige Sanierung der Burg.

Viele Mitglieder des Fördervereins wollen sich stärker einbringen und beispielsweise beim geplanten Tag der offenen Tür Präsenz zeigen. Auch ein Flyer mit Informationen zur Burg sowie einer Beitrittserklärung zum Förderverein soll entstehen. In den zahlreichen Wortbeiträgen wurde deutlich, dass die Mitglieder des Fördervereins eine belebte Burg sehen wollen, dass sie Konzepte entwickeln wollen, einschließlich ihrer Finanzierung.

Konkret finanziert der Förderverein zunächst die Anbringung mehrerer Scheinwerfer, damit die Burg abends beleuchtet werden kann. Zudem sollen mehrere Schilder interessiertes Publikum und zufällig vorbeikommende Wanderer informieren.

Architekt Johannes Fischer berichtete der Versammlung den Stand der Sanierungsmaßnahmen: „Ich bin guter Dinge, dass wir die Baustelle in diesem Jahr abschließen können.“ Mit Hilfe von Bildern zeigte er die vorgefundenen Probleme. Lose Steine, immer größer werdende Löcher und zerstörerische Baumwurzeln in der Burgmauer sowie die in der Vergangenheit meist nicht sehr professionellen Versuche, die Mauer zu sichern. „Wir haben es geschafft, dass die Bevölkerung in den Häusern darunter nicht mehr gefährdet ist“, sagte Fischer. „Jede Öffnung, jeder Ausbruch in der Burgmauer wurde als Einzelproblem betrachtet und eine eigenständige Lösung gesucht. Wir arbeiten nicht mit High Tec, das ist alles Handarbeit.“ Zudem stellte der Architekt fest, dass es nie das Ziel war, viel zu verändern: „Wir wollen nur, dass sie die nächsten 200 Jahre hält.“

Bericht: LRA Rosenheim – Foto: Hötzelsperger

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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