Kirche

Rimstinger Erinnerungen an Priester Georg Ratzinger

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Priester und Domkapellmeister Georg Ratzinger wird in diesen Tagen zu Grabe getragen. Was bleibt sind Erinnerungen, unter anderem von Johann Nußbaum aus Rimsting am Chiemsee. Nußbaum hat bereits einige Veröffentlichungen über Papst emer. Benedikt gemacht, nachfolgend gibt Johann Nussbaum Einblicke in seine Verehrung der Brüder Ratzinger. Zahlreiche Besuche und Begegnungen bezeugen von der innigen Verbundenheit der Ratzinger Brüder mit Rimsting.

Was verbindet Georg Ratzinger mit mir und Rimsting?

  • Meine Frau und ich waren zwei bis dreimal in den letzten Jahren jedes Jahr zu Besuch bei Georg Ratzinger. Immer wenn wir in Regensburg waren – meine Frau ist Regensburgerin – haben wir ihn in der Luzengasse besucht.
  • Die Mutter der Ratzingers kommt aus Rimsting.
  • 1999 waren beide Ratzinger im Gasthaus „Weingarten Ratzinger Höhe“
  • Die Ratzinger Brüder haben 1951 ihre Nachprimiz in Rimsting gefeiert.
  • Ich habe Bücher über die Ratzinger Familie geschrieben: „Poetisch und herzensgut“ und „Ich werde mal Kardinal“. Die Gemeinde Rimsting ist der Herausgeber, ich bin der ehrenamtliche Autor.
  • Georg Ratzinger war im Jahre 2000 in Rimsting bei der Orgeleinweihung
  • Georg Ratzinger war im Jahre 2006 in Rimsting bei der Buchpräsentation von „Poetisch und herzensgut“
  • Georg Ratzinger war im Jahre 2007 in Rimsting zur Einweihung der Ratzinger Gedenktafel
  • Der Gemeinderat von Rimsting hat Georg Ratzinger im September 2008 in Regenburg besucht

Die Mutter des emeritierten Papstes Benedikt XVI. und Domkapellmeister Georg Ratzinger ist in Rimsting aufgewachsen. Sie hat 1920 den Gendarm Joseph Ratzinger geheiratet.

Da die Brüder sich durch ihre Mutter mit Rimsting sehr verbunden fühlten, feierten sie hier am 30. Juli 1951 ihre Nachprimiz. Das Haus, in dem die Mutter aufgewachsen war, wurde mit Girlanden, Fähnchen und einer gelb-weißen Fahne geschmückt. Eine Standmusik der Priener Blaskapelle leitete den Festmorgen ein.  Um neun Uhr bewegte sich der stattliche Festzug zur schön geschmückten Pfarrkirche, wo der feierliche Gottesdienst stattfand. Bei der Familie Brandl, den neuen Eigentümern des ehemaligen Bäckerhauses Rieger fand dann das Mittagsmahl mit der ganzen Familie – Vater, Mutter und Schwester Maria – statt.

Prosit auf der Ratzinger Höhe 1999. Die Chiemgau Zeitung schrieb am 25. August 1999: „Der gutgelaunte Präfekt der Glaubenskongregation und Vordenker des Papstes und brillanter Theoretiker sagte: „Sozusagen meine Erstbesteigung der Ratzinger Höhe- allerdings mit dem Auto“. Peter Ackermann, Seniorschef vom Gasthof „Weingarten Ratzingerhöhe“ schenkte Joseph Ratzinger eine Postkarte des Hauses. Ratzinger: „ Die Karte schreibe ichgleich an den Vatikan, die glauben mir nicht, das es einen Berg gibt, der nach mir benannt ist“. Die Erinnerung an die Nachprimiz der Brüder Ratzinger feierte die Pfarrei 2016, vor 65 Jahren mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche. Beide Brüder der emeritierte Papst und Dr. Georg Ratzinger hatten Grußbotschaften gesandt. So schrieb Georg Ratzinger: Die Erinnerung an das schöne Fest der Nachprimiz hat sowohl meinen Bruder den ehemaligen Papst  als auch mich durch alle Jahrzehnte unseres Priesterleben begleitet“.

Bericht und Bilder: Johann Nußbaum

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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