Leitartikel

Requiem und Beerdigung von Domkapellmeister Georg Ratzinger

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Erlebnis-Bericht von Johann Nußbaum aus Rimsting: Zum Requiem und zur Beerdigung von Domkapellmeister Georg Ratzinger wollten viele Kleriker, Kirchenprominenz und Gläubige am 8. Juli kommen. Schon Tage vorher habe ich mit dem Bistum Regensburg oft korrespondiert und um Teilnahme gebeten. Leider vergeblich. Erst am Dienstagvormittag erreichte mich der erlösende Anruf, dass sich einen Platz haben kann. Meine Frau und ich reisten sofort zur Verwandtschaft nach Regensburg. Der Einlass zum Dom am Eselsturm war ab 9 Uhr möglich. Ich war schon kurz nach 8 Uhr dort, um einen guten Platz im Dom zu finden, da die meisten Plätze fest reserviert waren. Um 9.35 Uhr wurde ein Rosenkranz gebetet und um 10 Uhr begann das Requiem unter der Leitung von Bischof Dr. Voderholzer. Er nannte wichtige Stationen aus dem Leben von Georg Ratzinger, zur „Doppelberufung“ als Chorleiter und Komponist und sprach von seiner großen Lebensleistung als Kirchenmusiker. Er erwähnte auch, dass  genau vor 69 Jahren die Primiz der Ratzinger Brüder in Traunstein war.

Beeindruckt und mitgenommen war ich, als Erzbischof Georg Gänswein, phasenweise tränenbewegt, das Schreiben des emeritierten Papstes Benedikt XVI. vorgetragen hat. Siehe Anlage. „Als ich mich am Montag, den 22. Juni, morgens bei ihm verabschiedete, wussten wir, dass es ein Abschied aus dieser Welt für immer sein würde. Aber wir wussten auch, dass der gütige Gott, der uns auf dieser Welt dieses Zusammensein geschenkt hat, auch in der anderen Welt regiert und uns dort ein neues Miteinander schenken wird. Vergelt´s Gott, lieber Georg, für alles, was Du getan, erlitten und mir geschenkt hast!“

Nach dem Requiem fuhren drei Busse zum Unteren katholischen Friedhof in Regensburg. Zwischen den Gräbern standen viele Trauergäste und hörten abwechselnd zu den geistlichen Worten den Kirchenchor singen. Die Beerdigung von Domkapellmeister Georg Ratzinger war sehr eindrucksvoll und bewegend für mich! Ich habe ihn persönlich sehr geschätzt und habe ihn gern und oft in Regensburg besucht. Er hatte ein erstaunliches Gedächtnis und viele Erinnerungen an Rimsting. Er war für alle Themen sehr aufgeschlossen, auch wenn er am Schluss fast nichts mehr sehen konnte.

Bericht und Bilder: Johann Nußbaum (Verfasser von Publikationen zu den Brüdern Joseph und Georg Ratzinger und ihren Beziehungen zu Rimsting) – email: johann.nussbaum@t-online.de

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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