Kirche

Renovabis-Pfingstaktion für Osteuropa-Hilfswerk

An diesem Sonntag, 9. Mai 2021, eröffnet der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, mit einem sonntäglichen ZDF-Fernsehgottesdienst um 9.30 Uhr zugleich auch die bundesweite Renovabis-Pfingstaktion des Osteuropa-Hilfswerks der Kirche in Deutschland.

TV-Gottesdienst ist Auftakt der Renovabis-Aktion „DU erneuerst das Angesicht der Erde“

Unter dem Titel „DU erneuerst das Angesicht der Erde“ strahlt das Zweite Deutsche Fernsehen am 9. Mai 2021 live aus der Bensheimer Heilig-Kreuz-Kirche den Sonntagsgottesdienst aus. Die Eucharistiefeier beginnt um 9.30 Uhr und wird vom ZDF bis 10.15 Uhr übertragen. Der für weltkirchliche Aufgaben zuständige Bischof in der Deutschen Bischofskonferenz, der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, feiert die heilige Messe zusammen mit Pfarrer Christian Hartl, der das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis leitet. Dieser Fernsehgottesdienst ist zugleich Auftakt der Renovabis-Pfingstaktion 2021.

Das Osteuropa-Hilfswerk Renovabis möchte mit seinem Jahresthema „DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“ Menschen für den Reichtum der Schöpfung sensibilisieren und zu ökologisch verantwortlichem Handeln motivieren. „Ganz im Sinne der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Fran­ziskus“, wie Pfarrer Christian Hartl ergänzt. Und weiter: „Renovabis möchte mit seiner Pfingstaktion aufzeigen, vor welchen großen Herausforderungen die Menschen im Osten Europas nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen.“

Coronabedingt wird dieser Eröffnungs-Gottesdienst der Renovabis-Pfingstaktion nicht wie ursprünglich geplant aus dem Bamberger Dom, sondern aus der Kirche Heilig Kreuz in Bensheim-Auerbach übertragen. Die musikalische Gestaltung übernehmen Regionalkantor Gregor Knop und das Quartett des Jungen Vokalensembles Sankt Georg. Im Anschluss an die Messe können die Zuschauerinnen und Zuschauer bis 15 Uhr mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Renovabis ins Gespräch kommen. Unter der Telefonnummer 0700-14 14 10 10 (6 ct./min. Festnetz Deutsche Telekom, abweichender Mobilfunktarif) können sie ihnen Fragen stellen. Weitere Informationen sind aktuell im Internet unter www.zdf.fernsehgottesdienst.de zu finden.

Mit dem Pfingstgottesdienst und der Renovabis-Kollekte am 23. Mai 2021 in allen katholischen Kirchen in Deutschland wird die diesjährige Renovabis-Pfingstaktion abgeschlossen.

Novene von Renovabis ist vielsprachige Gebetsbrücke auf Pfingstfest zu

Von Pfingsten bleibt vielen Menschen wenn überhaupt etwas, dann  ‑ vielleicht seit Kindertagen ‑  eindrucksvoll dies in Erinnerung:  „Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war … kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt. … Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt und begannen, in anderen Sprachen zu reden. … Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie [ die Apostel ] in seiner Sprache reden.“ So beschreibt die Einheitsübersetzung der Bibel im zweiten Kapitel der Apostelgeschichte das Pfingstereignis: eines der Sprachwunder in der Heiligen Schrift, die beeindrucken.

Sprachkenntnis und Ausdrucksvermögen gehört zu den Gnadengaben und ist gemäß dem Neuen Testament dem Heiligen Geist zuzuschreiben: Sprachfähigkeit gilt als Charisma. „Man könnte auch sagen, es geht darum, anderen Menschen zuzuhören, zu versuchen, sich ihnen verständlich mitzuteilen und Wert darauf zu legen, die Anliegen, Botschaften und Inhalte nicht bloß intellektuell sondern auch mit dem Herzen auszutauschen“, ordnet der Hauptgeschäftsführer von Renovabis, Pfarrer Christian Hartl, die pfingstliche An-Sprache der Apostel an die internationale Menschenmenge von Jerusalem ein. Und schön sei es außerdem, fügt der Leiter des katholischen Osteuropa-Hilfswerks hinzu, wenn Sprachkenntnis und Interesse an anderen Völkern, Lebensweisen und kulturellen Traditionen Menschen zusammenführen.

Renovabis hat 2021 seine 26. Pfingstnovene in sechs Sprachen herausgebracht. Das Gebetsheftchen, das es im Internet erstmals auch auf Kroatisch, Polnisch, Ukrainisch, Bulgarisch und Englisch zum Herunterladen gibt, kann nun von den muttersprachlichen Gemeinden der Katholiken verschiedener Nationen in Deutschland, aber auch in diesen Ländern selbst, am selben Tag mitgebetet werden ‑ in dem Bewusstsein: „Die Novene zum Heiligen Geist eint uns“.

Pfarrer Hartl hat die Pfingstnovene 2021 gemeinsam mit der Missionsbenediktinerin Schwester Nadya Ruzhina OSB aus Bulgarien verfasst. Renovabis folgt mit der Veröffentlichung der Novene „Sende aus deinen Geist und das Antlitz der Erde wird neu“ auch der Einladung von Papst Franziskus, die Impulse seiner vor mehr als fünf Jahren veröffentlichten Enzyklika Laudato si’ „noch mehr in unser Bewusstsein, Denken und Handeln zu rücken“. Pfarrer Christian Hartl: „Die Pfingstnovene wird in der Regel in den neun Tagen vor dem Pfingstfest gebetet. In den Eucharistiefeiern dieser neun Tage sind bestimmte biblische Lesungen vorgegeben. Wir wollten nun einerseits einen Schrifttext des entsprechenden Tages aufgreifen, damit die Verknüpfung mit der Liturgie leichter gelingen kann. Andererseits aber ging es uns inhaltlich um die Bewahrung der Schöpfung, in die Gott uns mit all unserem Beten und Mühen hineingestellt hat. Schriftbezug und Schöpfungsverantwortung, das sind die beiden Pole einer jeden Betrachtungseinheit.“

Dieses knappe Neun-Tage-Gebet eignet sich gut für das persönliche Gebet zuhause und für das Gebet in kleinen Gruppen ‑ und auch für Pfarreien.   Weitere Informationen unter www.renovabis.de/novene.

Im Fokus der Renovabis-Pfingstaktion 2021: „DU erneuerst das Angesicht der Erde“

„DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“: So lautet das Leitwort für die diesjährige Kampagne von Renovabis im Mai. Es ist zugleich das Jahresthema der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. „Wir wollen für den Reichtum unserer Schöpfung sensibilisieren und zu ökologisch verantwort­lichem Handeln motivieren ‑ ganz im Sinne der Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus“, sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl. Zugleich wolle Renovabis aufzeigen, vor welchen großen Herausfor­derungen die Menschen im Osten Europas nach Jahr­zehnten erst kom­munistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen, so Hartl weiter. Renovabis werde um Solidarität bitten und darüber auch das gemein­same Gebet mit den Menschen im Osten nicht vergessen, „weil es gerade im Osten Europas eine reiche Tradition der Schöpfungsspiritualität zu entdecken gilt.“

In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt der Renovabis-Pfingstaktion im Erzbistum Bamberg: Eröffnet wird die Kampagne am 9. Mai durch Erzbischof Dr. Ludwig Schick in einer Eucharistiefeier, an der auch Pfarrer Dr. Hartl teilnehmen wird. Diese Messfeier überträgt das Zweite Deutschen Fernsehen ab 9.30 Uhr. Die Livesendung kommt allerdings wegen der Entwicklung des Pandemiegeschehens nicht wie geplant aus dem Bamberger Dom. Der Gottesdienst wird aus der Kirche Heilig Kreuz in Bensheim an der Hessischen Bergstraße gesendet, wo das Fernsehen ein geordnetes Abstands- und Hygienekonzept umsetzen kann.

Normalerweise finden in den beiden Renovabis-Aktionswochen bis Pfingsten viele Veranstaltungen mit Begegnungscharakter statt: Projektpartnerinnen und Projektpartner aus dem Osten Europas berichten in Schulen und Pfarreien über ihre Arbeit. Das ist in diesem Jahr  – pandemiebedingt –  zum zweiten Mal nicht möglich. Im Rahmen der Pfingstaktion in Nürnberg kann allerdings eine Karikaturenausstellung in Schaufensterauslagen von Innenstadtgeschäften stattfinden, in der Künstlerinnen und Künstler aus Ost und West ihre Sichtweisen auf die Thematik darstellen.

Den Abschluss der Renovabis-Pfingstaktion bildet für das Erzbistum Bamberg eine festliche Eucharistiefeier am 23. Mai in der Pfarrkirche Allerheiligen in Nürnberg.

Am Pfingstsonntag ist die Kollekte in allen katholischen Gottesdiensten in Deutschland für die Arbeit von Renovabis bestimmt.

Renovabis ist die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa. Das Hilfswerk mit Sitz in Freising unterstützt Projekte zur Erneuerung des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens in den ehemals kommunistischen Ländern. Im Jahr 2020 konnte Renovabis knapp 25 Millionen Euro bewilligen und damit 578 Projekte in den osteuropäischen Partnerländern unterstützen. Insgesamt hat Renovabis seit 1993 im Osten Europas rund 25.200 Projekte mit fast 800 Millionen Euro gefördert.

Beitrag und Foto: www.renovabis.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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