Gastronomie & Wirtschaft

PV-Anlage in Bernau offiziell in Betrieb genommen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Bei guten äußeren Bedingungen konnte Mitte April endlich die seit Ende Januar fertiggestellte 100 Kilowattpeak-Photovoltaikanlage auf dem Dach der Bernauer Turnhalle offiziell in Betrieb genommen werden.

Bürgermeister Philipp Bernhofer war sichtlich stolz darüber, dass in Bernau innerhalb der letzten beiden Jahre seit der Gründung der Genossenschaft „Bürgerenergie Chiemgau eG“ (BEC) neben dem Blockheizkraftwerk im Hallenbad und der Pelletsheizung in der Sporthalle mit der PV-Anlage bereits das dritte Großprojekt auf dem Energiesektor in Betrieb genommen werden konnte. Mit dieser neuen Anlage, das ebenfalls wieder mit Bürgerbeteiligung finanziert worden sei, könne man erkennen, dass das Energiethema in Bernau und Aschau angekommen sei. Somit sei ein für ihn sehr wichtiges Thema verwirklicht worden, wobei nicht nur die Gemeindekasse einen Nutzen spüre, sondern auch die Bürger mit ins Boot geholt wurden.

David Schmidtner, Vorstandsvorsitzender der BEC, dankte dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für das zur Verfügung stellen des Turnhallendaches, für das die Gemeinde in den kommenden 20 Jahren eine Pacht bezahlt bekommt. Er dankte vor allem auch seinen Vorstandsmitgliedern, die zum Teil tatkräftig bei der Verwirklichung mitgewirkt hätten. Nach den starken Schneefällen Mitte Januar, war an eine Fertigstellung bis zum Stichtag 31. Januar eigentlich nicht mehr zu denken. Da man aber die höhere Strom-Einspeisevergütung noch erhalten wollte, machte er sich zusammen mit dem BEG-Vorstand Georg Beyschlag und der Elektrotechniker Ulrich Unterforsthuber von der Firma Abel-ReTec an die Arbeit um das Turnhallendach vom Schnee zu befreien. Nach zwei schweißtreibenden Tagen konnte die Montage der insgesamt 338 Module mit einer Größe von insgesamt 565 Quadratmeter am 30. Januar beendet werden. Mit diesem Projekt habe die BEC laut Schmidtner mit Ihren vielen Bernauer Mitgliedern wieder über 100.000 € in die regionale Energie-Wertschöpfung investiert und trägt dazu bei, dass pro Jahr rund 45 Tonnen CO2 eingespart werden können. Allein im März seien schon 8000 kWh Strom erzeugt worden. Schmidtner teilte außerdem noch mit, dass sich mit der Gemeinde Neubeuern und der Verwaltungsgemeinschaft Seeon-Seebruck zwei weitere Gemeinden der BEC angeschlossen hätten. Aus diesem Grunde sei es jetzt auch wieder möglich, Mitglied der Genossenschaft zu werden und Anteile daran zu zeichnen.

Bericht und Bilder: Georg Leidel

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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