Kultur

Prof. Dr. Ludwig Zehetner im Bauernhausmuseum Amerang

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Der Lehrer, Mundartforscher und Schriftsteller Ludwig Zehetner gilt als ausgewiesene Koryphäe auf dem Gebiet der bayrischen Dialektologie. Am Sonntag, dem 2. Juli 2017 ist er mit seinem Vortrag über „Das flüssige Brot der Bayern – Sprachliches zu Bier und anderen Durstlöschern“ um 15:00 Uhr im Bauernhausmuseum Amerang des Bezirks Oberbayern zu Gast. Musikalisch begleitet wird er während der kurzweiligen Lesung von Max Beer.

Nach einem Überblick auf die Geschichte des Bieres und auf die Braukunst in Bayern legt Ludwig Zehetner als Mundart-Spezialist großen Wert darauf, viele Dialektbegriffe zu erklären. Wo kommt der Begriff Mass her? Was ist ein „Pfief“? Heißt es „das“ oder „die Weisse“? Und was hat es mit einem „Fetzenrausch“, einen „Kanonenrausch“ oder einem „Saurausch“ auf sich? So ein Mensch „trogd dann an Affn hoam“ hat „an Sure“, „is an bsuffas Wogschail“ oder „hot Pfozn voia Rausch“: Zehetners zahlreiche Beispiele für den Begriff Rausch zeigen, wie viele poetische und nuancenreiche Wortschöpfungen die bairische Sprache hervorgebracht hat.

Der bekannte Dialektpapst ist sehr aktiv, nicht nur mit seinen Vorträgen. Gerade hat den „kleinen Zehetner“ veröffentlicht, eine Kurzfassung seines bekanntesten Werkes „Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern“.

Die Teilnahme an der Lesung ist kostenlos, lediglich der Eintritt ist zu zahlen. Weitere Informationen zu dem Programm des Museums finden sich unter www.bhm-amerang.de.

 

 

 

Bildunterschriften:

Prof. Dr. Ludwig Zehetner © L. Zehetner

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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