Gastronomie

Priener Trachten- und Markttage – weitere Bilder

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Seit 1897 gibt es in Prien offizielles Marktrecht, doch nur wenige Male in diesen vielen Jahren hat es gleich ein mehrfaches Markttreiben an verschiedenen Plätzen gegeben. So am gestrigen Sonntag, als zum traditionsreichen Kathreinmarkt in der Ortsmitte auch noch zum Trachtenmarkt im König-Ludwig-Saal eingeladen wurde. Darüberhinaus konnten viele Priener Geschäfte vom alten Marktrecht Gebrauch machen und ihre Türen auch am Sonntag öffnen. Passendes, kühles, aber trockenes Wetter bot beste Voraussetzungen, den Einladungen der Fieranten, Aussteller und Veranstalter Folge zu leisten.

Wenn die Tage kürzer und kühler werden und wenn sich der Kalender auf den Festtag der Heiligen Katharina, der Markt-Heiligen von Prien (25. November) allmählich zubewegt, dann wird in Prien zum Kathreinmarkt eingeladen. Dieser gehört ebenso wie der Josefi- und der Sommermarkt zum Markt-Jahreslauf in Prien. Neben diesen klassischen Märkten gibt es in erster Linie im Sommer noch weitere Antik- oder Töpfermärkte. Der Kathreinmarkt – und das zeigte sich auch heuer wieder – wird von den Prienern, von den Bewohnern aus dem Umland sowie von den Kur- und Urlaubsgästen gleichermaßen geschätzt. Der erste große Besucherschub ergibt sich am vormittag, wenn sich die Türen der Kirche „Maria Himmelfahrt“ nach dem Sonntags-Gottesdienst öffnen und die Gläubigen unmittelbar auf das Marktgeschehen treffen. Rund 80 Aussteller in der kirchennahen Fußgängerzone, vor dem Heimatmuseum, in der Höhenbergstraße und in der Schulstraße prägen das Marktbild. Die Besucher kennen inzwischen die Plätze der Stamm-Fieranten und steuern diese ganz gezielt an, um Spezialitäten zum Essen, Warmes zum Anziehen oder Gebasteltes zum Verschenken zu erwerben. Dazwischen finden sich immer wieder neue Aussteller, die sich in die Reihe der bisherigen Anbieter einreihen und das Markt-Bild damit recht abwechslungs- und erlebnisreich machen. Was den Marktbesuch noch zusätzlich bereichert, ist die Begegnung mit vielen Bekannten, die man oftmals nur einmal im Jahr – eben auf dem Priener Markt- trifft. Viel Zeit zum Ratschen und auch zum Brotzeitmachen ist gegeben. Heuer gab es unter anderem warme Brotzeiten wie schon seit Generationen vom Würstl-Stand der Wirtsfamilie Asenbeck aus Almertsham und gleich gegenüber von diesem lud der Helferkreis für die Diözese Ternopil-Ukraine e. V. mit Sitz auf Frauenchiemsee zu einer Kürbissuppe und weiteren wärmenden Köstlichkeiten ein. So wie einige Priener Geschäfte mit Sonderangeboten am Marktsonntag-Nachmittag einluden, waren auch die Galerie im Alten Rathaus und das Priener Heimatmuseum geöffnet, was zum Aufwärmen und Kulturgenuss gleichermaßen angenommen wurde.

Priener Trachtentage im König-Ludwig-Saal

Heimatliche Kultur war auch zeitgleich im König-Ludwig-Saal angesagt. Dort wurden tags zuvor die Priener Trachtentage von der Prien Marketing GmbH (PriMa) und von Drittem Bürgermeister Alfred Schelhas eröffnet. Rund 30 Aussteller, die auch einen Einblick in das aktive Handwerk vom Edelweißschnitzen bis zur Herstellung von Trachtenschmuck gewährten, präsentierten alles rund um die Tracht. Martina Lehmann von der PriMa hatte die Organisation und auch die Freude über viel Besuch von Trachtlern und Trachtenfreunden weit über Prien hinaus. Gut passend dazu war eine farbenprächtige  Gwandschau, bei denen unter der Moderation von Andrea Schneebichler die Aussteller ihre verschiedenen Trachten und Accessoires zeigten. Der Auftritt der Trachtenkinder vom Trachtenverein Prien sorgte ebenfalls für ein stimmiges Bild zum Ausstellungsgeschehen, für das leibliche Wohl war bestens gesorgt.

 Fotos: Hötzelsperger – Priener Trachtentage im König-Ludwig-Saal   und   Kathreinmarkt in Prien

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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