Leitartikel

Priener Gedenken an Toni Harntasch

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein feierliches Jahres-Gedächtnisamt wurde für den im April des vergangenen Jahres im Alter von 86 Jahren verstorbenen Anton Harntasch in der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in Prien gefeiert. Nachdem bei der Beerdigung im Vorjahr nur 15 Personen coronabedingt teilnehmen konnten, war es beim Jahramt einem etwas größeren Kreis von Verwandten sowie den Vertretern der Gemeinde und Vereine möglich, sich vom Verstorbenen zu verabschieden.

„Erinnern wir uns heute an einen Gut-Menschen, der stets hilfsbereit war und der für seine allzu früh verstorbene erste Frau Centa und zuletzt für seine zweite Frau Marianne sowie für seine drei Kinder, sechs Enkelkinder und zwei Urenkel sorgte und gerne für sie da war“ – mit diesen Worten begann Pfarrer Klaus Hofstetter die Trauerfeier, die von Brigitte Buckl und Gabi Reiserer volksmusikalisch gestaltet wurde.  Priens Erster Bürgermeister Andreas Friedrich hielt einen gemeinsamen Nachruf für Gemeinde und die vielen Vereine, für die Anton Harntasch mit Rat, Tat und jahrzehntelang aktiv war. Von 1972 bis 1990 war er Gemeinderat in Wildenwart und nach der Gebietsreform in Prien, dazu der Bürgermeister: „Prien hat Toni Harntasch Vieles zu verdanken, neben seinem politischen Engagement für die Gemeinde und für die ÜWG setzte er sich auch für die Städtepartnerschaften ein, besonders erwähnt sei seine von ihm 1985 organisierte Radtour mit vier weiteren Sportkameraden vom Radfahrverein Prien nach Graulhet“. Toni Harntasch war Ehrenvorsitzender beim Radfahrverein und beim Priener Kegelclub, er war Ehrenmitglied bei der Feuerwehr Atzing und er war als Schankkellner und als Organisator von Schafkopfrennen unter anderem für die Trachtenvereine Atzing, Prien und Wildenwart aktiv. Weitere langjährige Mitgliedschaften verbanden ihn mit dem Veteranen- und Kriegerverein Prien, mit der Gemeinschaft „Bürger und Polizei“, mit dem Wildenwarter Schützenverein, mit dem Internationalen Freundschaftskreis, mit dem Rauchclub Prien sowie mit dem Hufeisenverein Prien-Kaltenbach. Besonders erwähnte Bürgermeister Friedrich die über seinen Beruf und über die Tätigkeiten bei der Zimmerer-Innung Rosenheim hinausreichenden handwerklichen Leistungen; hierzu nannte er stellvertretend den Bau der Windsurfinghütte sowie die Renovierung des König-Ludwig-Pavillons und der Kapelle in Arbing. „Lieber Toni, Du warst vielseitig, interessiert und engagiert, wir werden Dich ehrenvoll in Erinnerung behalten“ – so der Trauerredner. Nach dem Gottesdienst fanden sich Familie und Freunde sowie die Fahnenabordnungen des Radfahrvereins, des Priener Veteranenvereins, der Atzinger Feuerwehr und des Atzinger Trachtenvereins am Grab zu einem gemeinsamen Vaterunser und letzten Fahnengruß ein.

Sterbefoto: Anton Harntasch

Foto: Hötzelsperger – Anton Harntasch im Atzinger Vereinshaus

Foto: Berger: Zur Gebietsreform am 1. Mai 1978 brachten die Atzinger Vereine einen Kameradschaftsbaum nach Prien, einer der Initiatoren war Anton Harntasch. Die Aufnahme zeigt von links: Michael Guggenbichler (1. Vorstand GTEV Prien), Werner Krauss und Paul Schlosser (2. u. 1. Vorstand GTEV Atzing), Peter Donauer (Kurdirektor und 2. Vorstand GTEV Prien), Lorenz Kollmannsberger (1. Bürgermeister der Marktgemeinde Prien), Hubert Summerer (1. Vorstand FFW Atzing), Anton Harntasch (1. Kommandant der FFW Atzing) und Klaus Herzinger (1. Kommandant der FFW Prien).

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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