Corona-Krise

Priener Christkindlmarkt ersatzlos abgesagt

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

In knapp zwei Wochen sollte der Priener Christkindlmarkt starten – von Einheimischen, Gästen und Ausstellern stets freudig erwartete Wochenenden zum Ende des Jahres. Aufgrund der nachdrücklichen Empfehlung des Robert Koch-Institutes, des Rosenheimer Gesundheitsamtes sowie eines gemeinsamen Beschlusses von Landrat und den Landkreisbürgermeistern – bezüglich des in den letzten beiden Wochen extrem dynamischen Infektionsgeschehens und der äußerst kritischen Belegung der Krankenhäuser in der Region – alle geplanten größeren Veranstaltungen im Landkreis abzusagen, sehen der Markt Prien a. Chiemsee und die Prien Marketing GmbH (PriMa) leider keine Möglichkeit, die vorweihnachtliche Veranstaltung im Ortszentrum der Seegemeinde stattfinden zu lassen. Die Vorbereitungen für den Priener Christkindlmarkt, der in diesem Jahr aufgrund der Besucherstromlenkung an drei Standorten hätte stattfinden sollen, liefen laut PriMa bereits auf Hochtouren. Nachdem der Markt 2020 coronabedingt ausfallen musste, war die Vorfreude bei allen Mitwirkenden besonders groß – viele neue Attraktionen waren geplant. Bis zuletzt bestand bei dem Veranstalter und den Ausstellern die Hoffnung, den beliebten Markt in der Adventszeit unter Berücksichtigung des ausgearbeiteten Schutz- und Hygienekonzeptes umzusetzen. Doch jetzt kommt schweren Herzens die Absage: „Die aktuelle Situation mit den vielen Neuinfektionen in unserer Region lässt uns keine andere Wahl“, beteuerten Erster Bürgermeister Andreas Friedrich und die Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH Andrea Hübner. „In einer Zeit mit vollen Kliniken und Personal, dass dort an der Belastungsgrenze und bis zur Erschöpfung arbeitet, hätte der Markt ein falsches Signal gesendet. Auch eine Umstellung auf 2G kam für mich nicht in Frage, denn eine Einzäunung des Marktes und die Ausgrenzung einer Gruppe von Mitbürgerinnen und Mitbürgern widerspricht dem Grundgedanken von Weihnachten“, so Bürgermeister Friedrich weiter.  „2021 erfahren und erleben wir erneut einen Advent, in dem wir Gelegenheit finden, uns auf die stille, die ‚staade‘ Zeit zu besinnen und den Kern des Weihnachtsfestes zu hinterfragen – es ist ein Fest des Friedens, des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung. Der Wille zur Eindämmung der Pandemie, indem wir aufeinander Rücksicht nehmen und andere schützen, ist ein Teil der weihnachtlichen Botschaft.“, so Andrea Hübner. Zur Unterstützung der Aussteller soll es ab dem ersten Adventswochenende eine Online-Präsentation auf der Internetseite www.tourismus.prien.de geben. Auch das Angebot des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel ist unter www.christkindlmarkt-fraueninsel.de zu finden.

Weitere Informationen im Tourismusbüro Prien unter Telefon +49 8051 69050 oder info@tourismus.prien.de sowie unter www.tourismus.prien.de.

Foto: Prien Marketing GmbH – Tanja Ghirardini –  Erneut keine Christkindlmarktbuden in der Seegemeinde: Bis zuletzt wurde an einer coronakonformen Umsetzung des Priener Christkindlmarktes gearbeitet. Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen musste das Organisationsteam der PriMa nun kurzfristig die Reißleine ziehen.

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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