Leitartikel

Priener Besuch bei Partnerstadt Graulhet

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Planung des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft  mit der französischen Stadt Graulhet und das Kennenlernen der neuen  Bürgermeister standen im Mittelpunkt einer Delegation, die sich vom Chiemsee nach Südfrankreich auf den Weg machte.

Austausch und Städtepartnerschaft werden erst lebendig durch persönliche Begegnungen: Dies zeigte sich auch wieder beim Antrittsbesuch der Priener Delegation in der französischen Partnergemeinde Graulhet. 2020 wurden hier wie dort neue Bürgermeister ins Amt gewählt, aber coronabedingt konnte bisher kein persönliches Treffen stattfinden, und auch die für diesen Sommer geplante Feier zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft musste leider verschoben werden. Um all das nun nachzuholen, machte sich am 30.9. eine sechsköpfige Delegation auf den Weg nach Graulhet, bestehend aus Herrn Bürgermeister Andreas Friedrich samt Stellvertretern, Michael Anner mit Frau Nicola und Martin Aufenanger, dem neuen Partnerschaftsreferenten und Präsidenten des Internationalen Freundschaftskreises, Johannes Dreikorn, sowie dessen Stellvertreter und Französischlehrer am LTG, Winfried Kober, der auch den Schüleraustausch betreut.

Die Partnerschaft zwischen Prien und Graulhet besteht nun seit 50 Jahren. Im Mittelpunkt stand deshalb die Planung der Jubiläumsfeier, die im Zeitraum von 9.-12. Juni 2022 in Graulhet stattfinden wird. Den Höhepunkt soll ein Festabend am Samstag, den 11. Juni darstellen. Dazu sind alle Priener Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, insbesondere ist eine Beteiligung zahlreicher Vereine und Gruppierungen gewünscht, um auch durch Beiträge aus Prien den Festabend zu gestalten. Der Zeitpunkt in den Pfingstferien soll eine Kombination mit dem eigenen Urlaubsprogramm ermöglichen. Dass Graulhet und Umgebung immer eine Reise wert sind, konnten die Teilnehmer mit eigenen Augen erfahren. Albi mit der größten Backsteinkathedrale der Welt und seinem Toulouse-Lautrec-Museum gehört zum Weltkulturerbe. In Graulhet selbst kann das mittelalterliche Stadtzentrum bestaunt werden, besonders interessant ist aber auch das bis heute dort angesiedelte Ledergewerbe. Die Gegend war aber früher auch das reale Vorbild des „pays de cocagne“, zu deutsch „Schlaraffenland“, aufgrund des Reichtums aus Färbe- und Textilhandwerk, aber auch wegen der kulinarischen Köstlichkeiten.

Der Graulheter Bürgermeister, Blaise Aznar, sowie seine Lebensgefährtin Florence Belou, die auch stellvertretende Landrätin ist, nahmen sich viel Zeit für die Begegnung, ergänzt durch das Graulheter Partnerschaftskomitee um Gisela Borras, Anne-Marie Jardry und Alyne Cardon, die schon oft in Prien zu Gast waren. Und so stellten die Bürgermeister in ihren Ansprachen beim Empfang im Rathaus fest: Die Völkerverständigung und der europäische Gedanke existieren nicht nur auf dem Papier, sondern werden in der persönlichen Begegnung lebendig. Zudem ist die langjährige Partnerschaft auch eine Verpflichtung für die Zukunft, den Kontakt fortzuführen und noch zu intensivieren.

Dazu soll die Feier in Graulhet zu Pfingsten 2022 ein nächster Schritt werden, den hoffentlich auch viele Priener Bürger mitgehen werden. Also Termin schon mal vormerken…

Bericht und Bilder: Wini Kober/Gemeinde Prien

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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