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Prien hat wieder neuen Jugendrat

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Marktgemeinde Prien hat wieder einen Jugendrat. Gemäß dem letzten Beschluss des Gemeinderates vom November 2013 hat sich wieder ein zwölfköpfiges, junges Gremium gebildet, um die Interessen des Wähler-Nachwuchses gegenüber Bürgermeister, Gemeinderat und Rathaus-Verwaltung zu vertreten. Eingeladen zu der Zusammenkunft mit Neuwahlen hatte Jugendreferentin und Gemeinderätin Annette Resch in den Chiemsee-Saal im Haus des Gastes, dort war passend Corona-Abstand untereinander möglich.

Für Annette Resch war es gerade in der derzeitigen Corona-Zeit wichtig, den Termin der Zusammenkunft mit Neuwahlen für die nächsten zwei Jahre aufrecht zu erhalten. „Wir haben schwierige Zeiten, Jugendliche sollen sich in ihrem Heimatort engagieren, deswegen wollen wir uns eine neue Mannschaft geben und wenn nötig auch digital treffen“ – so Annette Resch zu den Zusammenkünften, die bislang in der Regel alle vier bis sechs Wochen für eine Abendstunde im Priener Rathaus vereinbart waren. Priens Bürgermeister Andreas Friedrich ist der Jugendrat ebenfalls ein hohes Anliegen, er sagte zu Beginn der Versammlung: „Der Jugendrat ist eine tolle Institution, er kann eine Altersgruppe vertreten, die selbst noch nicht wählen kann und er kann Impulse geben, die dem Gemeinderat dienlich sind“. Als erste und erfolgreiche Beispiele der bisherigen Jugendarbeit, vor allem in der zurückliegenden Amtsperiode des Gemeinderates, als Annette Resch ebenfalls schon Jugendreferentin war, wurden von ihr und von Bürgermeister Friedrich der Nacht-Express zum und vom Aschauer Eiskeller sowie das aktuelle Projekt IST-Mobil genannt. Dieses ist ein Zusammenschluss verschiedener Dienstleistungs-Unternehmen, die es ermöglichen mit Unterstützung des Landkreises Rosenheim verbilligte Tarife für Jugendliche, die sich treffen wollen, zu erreichen. Ein Erfolgs-Projekt des Jugendrates und der Jugendreferentin war auch der Skater-Platz am Priener Sportplatz. „Das war nur möglich, weil Annette Resch und die jungen Leuten einen langen Atem hatten sowie überzeugen und damit die Zustimmung im Gemeinderat gewinnen konnten“ – so der Bürgermeister. Die Aktivitäten des Jugendrates beschränkte sich nicht nur auf den Ort. Bergwanderungen, Hüttenübernachtungen oder eine gemeinsame Berlin-Fahrt dienten ebenfalls dem persönlichen Kennenlernen und dem Austausch von Ideen.

Bei der freien Aussprache im Chiemsee-Saal meldeten sich die Jugendlichen selbst zu Wort. Helena – zum Beispiel – bedankte sich bei der Gemeinde für inzwischen mehrere öffentliche Plätze mit WLAN-Empfang, Barbara war sich sicher und sagte: „Wir können das!“ und Leon erinnerte an den Erfolg der Beach-Bar auf dem Wendelsteinplatz, der vom Jugendrat vorgeschlagen und dann von Gemeinde und auch von Priener Firmen unterstützt wurde.

„Was gibt es noch nicht in Prien – und was könnten wir brauchen?“ – diese Fragen hat Jugendreferentin Annette Resch der neugewählten Mannschaft mitgegeben und sie ergänzte: „Euer Amt ist vollkommen freiwillig und unpolitisch. Ich freue mich sehr darauf, Eure Ideen gemeinsam mit Euch umzusetzen!“

Die Neuwahlen unter der Leitung von Martin Plenk und Kathi Messerer vom Rathaus-Ordnungsamt ergaben folgende Ergebnisse, wobei innerhalb des Jugendrates die Altersgruppen von 14 bis 17 Jahren sowie von 18 bis 21 Jahren zusammengestellt werden. Folgendes Wahlergebnis mit Jugendlichen aus Prien und Rimsting sowie aus fast allen Priener Schultypen ergaben: Thomas Lange, Milane und Mascha Hoffmann-Kuhnt, Alexander Badlo, Helena Cebulla, Barbara Mitterer, Friedrich Bretz, Charlotte Berthaus, Lilian Franzen, Lena Lienart sowie in Abwesenheit (aber mit schriftlicher Einverständniserklärung) Quentin Küblbeck und Paula Seemüller.

Satzungsgemäß vereinbart wurde, dass sich der neu gewählte Jugendrat demnächst digital trifft, um seinen Sprecher oder Sprecherin zu wählen. Ebenfalls gewählt werden Jugendliche, die ein Amt für die Schriftführung oder für die Öffentlichkeitsarbeit übernehmen wollen. „Das Rathaus steht Euch offen!“ – so Annette Resch abschließend.

Foto/s: Hötzelsperger – Eindrücke von der Jugendrats-Wahl in Prien im Chiemsee-Saal

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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