Brauchtum

Preisplatteln beim GTEV „Die lustigen Wildenwarter“

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Marlies Huber und Thomas Stoib (jeweils mit der Tagesbestnote) gewannen im Saal der Schlosswirtschaft das Wildenwarter Vereinspreisplattln bei den Aktiven, Ludwig Freund wurde Sieger in der Altersklasse. Alle drei erhielten die Wanderpokale des Vereins.

Der eingeplante Frühschoppen unter den alten Bäumen am Waldfestplatz fiel der Witterung zum Opfer, aber die Wildenwarter Trachtler haben einen Wirt, dessen Türen und Tore dem Verein immer offen stehen. So zogen sie flugs in den Saal der Schlosswirtschaft um und ermittelten hier ihre neun neuen Vereinsmeister.

56 Buam und Dirndl vom Trachtenverein „Die lustigen Wildenwarter“ stellten sich der Wertung der vier Preisrichter Viz Brandstetter (Unterwössen), Andi Rummelsberger (Bernau), Peter Reiter (Niederaschau) und Franz Schnaiter (Hittenkirchen). Die Wildenwarter Blaskapelle spielte den ganzen Nachmittag unermüdlich immer wieder die gleichen Plattler auf.

Mit dem Plattln und dem Dirndldrahn muss man früh anfangen: 20 Dirndl und 15 Buam von sechs bis 16 Jahren zeigten dem Publikum und vor allem den zahlreichen Eltern und Großeltern, was sie seit Ostern bei den zahlreichen Plattlerproben im Wildenwarter Feuerwehrhaus gelernt haben. Heiß ging es dann an diesem kühlen Nachmittag im Saale her und die Zuschauer konnten viele gute junge Plattler sehen.

So ehrten Vorstand Peter Freund, die Vorplattler und die Jugendleiter schon am frühen Nachmittag die vielen Sieger der neun Klassen. Bei den Buam I gewann Fabian Fuihl vor Fabian Till und Marinus Fischer, bei den gleichaltrigen Dirndln I Lena Bauer vor Lisa Kronast und Amelie Schwaiger. Diese Dirndlklasse I war mit 15 Teilnehmerinnen am besten besetzt. Die ersten drei Plätze bei den Buam II holten sich Franz Bauer, Simon Aicher und Maxi Fischer, bei den Dirndln II Julia Stocker, Alina Huber und Lilli Wohlschlager. Florian Rosenwink entschied die Klasse Buam III für sich vor Lukas Stocker und Uli Fischer, bei den Dirndln III siegte Michaela Rosenwink vor Anna Ramsauer.

Beim Plattln der aktiven Buam gewann Gauvorplattler Thomas Stoib (mit Tagesbestnote) mit großem Vorsprung vor Christian Rosenwink und Peter Voggenauer, bei den aktiven Dirndln siegte Gaudirndlvertreterin Marlies Huber (mit Tagesbestnote) vor Martina Huber und Johanna Rosenwink. Die drei Stockerlplätze der Altersklasse errangen Ludwig Freund, Stephan Baumgartner und Vorstand Peter Freund.

Vorstand Peter Freund dankte den Vorplattlern, den Jugendleitern, den Vereinsmusikanten und ihren Helfern für ihren allwöchentlichen Einsatz in der Jugendarbeit bei den Plattlerproben im Feuerwehrhaus. 50 Kinder zu hüten und ihnen etwas beizubringen, erfordere viel Engagement und Fingerspitzengefühl. Alle Teilnehmer erhielten aus der Hand der Jugendleiter und Vorplattler schöne Preise.

Das Sechs-Vereine-Preisplattln der Trachtenvereine von Atzing, Frasdorf, Greimharting, Höhenmoos, Prien und Wildenwart ist am Sonntag, 2. Juli ab 10 Uhr im König Ludwig Saal in Prien; Ausrichter ist der Trachtenverein Prien.

Am Wochenende 29./30. Juli nimmt der Trachtenverein Wildenwart am 81. Gautrachtenfest des Chiemgau-Alpenverbands beim Nachbarsverein Atzing teil. Der Gauheimatabend des Chiemgau Alpenverbandes mit Trachten-, Gesangs- und Musikgruppen des Chiemgau Alpenverbandes und des Festvereins Atzing beginnt am Samstag, 29. Juli um 20 Uhr. Am Sonntag, 30. Juli nimmt der Trachtenverein Wildenwart ganztägig am Gaufest des Chiemgau-Alpenverbandes in Atzing teil. Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr, der Festzug am Nachmittag beginnt um 14 Uhr.

Foto: Heinrich Rehberg – Vorstand Peter Freund (hinten links) mit den Siegern und Vereinsmeistern aller Klassen beim Wildenwarter Vereinspreisplattln

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Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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