Kirche

Pfarrer im Ruhestand Georg Blabsreiter (90) verstorben

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Pfarrer Georg Blabsreiter ist tot. Der beliebte frühere langjährige Samerberger Ortspfarrer starb im stolzen Alter von 90 Jahren in seiner Heimatgemeinde Obing. Blabsreiter wirkte von 1974 bis 1997 in der Pfarrei Törwang. Requiem ist am Samstag, 3. Februar um 10 Uhr in Obing.

Georg Blabsreiter wurde 1927 auf dem Ratinger Hof in Irlham, Gemeinde Obing, geboren und wuchs dort mit seinen beiden Brüdern auf. Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete er auf dem elterlichen Hof mit. Im Januar 1945 wurde der 17-Jährige zum Militär eingezogen, in Tschechien geriet er in amerikanische Gefangenschaft, aus der er am 27. Mai 1945 entlassen wurde. Zu Fuß ging er nach seiner Entlassung in Straubing los und traf am Fronleichnamstag wieder in der Heimat ein.

1949 trat Blabsreiter in das Spätberufenenseminar in Fürstenried ein, um nach seinem Abitur 1954 das Priesterseminar in Freising zu besuchen. Am 29. Juni 1960 wurde er zum Priester geweiht und am 10. Juli feierte er seine Heimprimiz. Als Kaplan wirkte er anschließend in Neubeuern, Gauting und Wasserburg, ehe er 1969 seine erste Pfarrei in Aitting bei Erding übernahm. Im März 1974 zog es den Seelsorger nach Törwang/Samerberg, wo er bis zu seinem Ruhestand im November 1997 wirkte und sich auch sehr wohl fühlte.

In seiner ersten Samerberger Zeit musste Blabsreiter im Grainbacher Schulhaus wohnen, weil der Törwanger Pfarrhof gerade umgebaut wurde. Kaum in der neuen Pfarrei wurde der Pfarrgemeinderat eingeführt, ein Jahr später war Pfarrer Georg Blabsreiter an der Gründung des Sozialwerks Nußdorf, Neubeuern, Samerberg beteiligt. Seine Geselligkeit half ihm, dass er schnell bei den Ortsvereinen beheimatet war, aber auch das Schafkopfen und das Kegeln hatten es ihm angetan. Die Landjugend war ihm genauso wichtig wie die Seniorenarbeit.
Blabsreiter gab Religionsunterricht in der Grund- und in der Hauptschule, eine Freude und Ehre zugleich war es ihm, den Samerberger Gebirgsschützen als Kompaniepfarrer anzugehören.

Die Hochries wurde zu seinem Hausberg, als Belohnung durfte am Gipfel das kühle Weißbier nicht fehlen. Sehr am Herzen -neben der Seelsorge- lagen ihm die Gotteshäuser: die Samerberger Kirchen wurden während seiner Samerberger Wirkungszeit renoviert.

Foto: Pfarrer Georg Blabsreiter, beliebter Seelsorger von 1974 bis 1997 auf dem Samerberg

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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