Corona-Krise

Pandemie-Gedanken im Schnittstudio

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

„Ich halt es nicht mehr aus!“ Das würde ich am liebsten weit in die Welt hinausschreien. Doch wer hört es? Niemand. Ich sitze in meinem Schnittstudio und bin von dem Tagesgeschehen fast isoliert.  Wie schön war das früher. Nach dem Aufstehen habe ich mir mein Fahrrad (Baujahr 1937 , Fabrikat Vaterland) geschnappt und bin zu meinem Bäcker geradelt. 1 Tasse Kaffee und eine Wurstsemmel, die Bäckersfrau hat  schon gewußt, was ich beim Zeitungslesen liebe. Und dann raus auf dem Gehsteig, wo die Stühle und Tische stehen. Das ist direkt an der Hauptstraße in Neubiberg, gegenüber vom Bahnhof. Man kann sich vorstellen, was hier los ist. Lastwägen, die vorbeirumpeln, Mütter, die ihre Kleinen zum Kindergarten begleiten, Personen , die zum Zug eilen u.s.w.  Es ist eine richtige Muppets-Show, über die man sich begeistern  und amüsieren kann. Und der Lärm dazu , es ist einfach köstlich. Hupen, Schreien, Gas geben, Aktion ohne Ende.

Aber was ist jetzt los? Tische und Stühle sind versteckt worden. So kommt niemand auf die Idee, sich dort gemütlich nieder zu lassen. Schlangen stehen darf man nun vor der Einkaufstüre. Jede Person hat eine Filtertüte vor seinem Gesicht, damit ihn ja kein Seuchenhauch berührt. Man fühlt sich zurück erinnert an die Pestzeit, als kein Arzt wußte, wie man die Seuche bekämpfen könnte. Es waren die Schäffler, die durch freudigen Gesang und Tanz die Leute wieder ermunterten.

Und heute, was ist bei uns  los? Nichts, gar nichts. Die Leute auf der Straße sind mißtrauisch und von schlechter Laune geprägt. Ich habe das Gefühl, sie sind durch den anhaltenden Lockdown genervt.  Seitdem Söder in der S-Bahn die FFP2 Maske vorschreibt, benutze ich auch die Verkehrsmittel nicht mehr. Ich sitze am Film Schneidetisch in  meine Studios und arbeite an den Film Zeitreise München. Inzwischen habe ich auch das Thema Covid 19 integriert. Nun frage  ich mich , wann kann ich endlich meinen Film vorführen? Bei meinen Besuchern, denen ich oft eine  fröhlich lebendige Abwechslung geboten  habe. Wann kann ich endlich??? Kommentare und Stellungnahmen gerne erwünscht.

Klaus Bichlmeier, Autor Zeitreise Bayern, info@a-1-filmtechnik.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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