Kirche

Palmsonntag: Kardinal Marx betont interreligiöse Bedeutung

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Kardinal Reinhard Marx erinnert die Gläubigen zu Palmsonntag an die religionsübergreifende Bedeutung des Heiligen Landes. Dieses sei, wie alle biblischen Länder, „ein Zeichen dafür, wie sehr Christen, Juden und Muslime verbunden sind und dass sie miteinander in die Zukunft gehen sollten“, sagt der Erzbischof von München und Freising laut Manuskript bei einem Gottesdienst im Liebfrauendom am Sonntag, 28. März, um 10 Uhr. Die Begegnung der Religionen, die auch Papst Franziskus ein besonderes Anliegen sei, „setzt einen starken Impuls für das friedliche Miteinander von Menschen unterschiedlichen Glaubens, eine wichtige Ermutigung zu Beginn der Karwoche“.

Kardinal Marx würdigt in diesem Zusammenhang die „wichtige Pilgerfahrt“, die Franziskus Anfang März in den Irak geführt hatte, unter anderem nach Ur, in die biblische Heimatstadt Abrahams. Bei Treffen mit Christen und Muslimen in der Region sei neu deutlich geworden: „Das Heilige Land ist nicht nur die Glaubensheimat der Christen, sondern auch die von Juden und Muslimen“, so Marx. Daraus ergebe sich „in besonderer Weise ein Auftrag zum Miteinander der sogenannten abrahamitischen Religionen“.

Am Palmsonntag gedenken Christen des Einzugs Jesu Christi in Jerusalem. Mit dem Sonntag vor Ostern beginnt die Karwoche, deren Name sich auf das althochdeutsche Wort „kara“ zurückführen lässt, das Sorge, Leid, Trauer, Wehklage und Kummer bedeutet. (hs)

Bericht: Erzbischöfliches Ordinariat

Archiv-Foto: Uli Landsherr – Palmweihe im Berchtesgadener Land

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Anton Hötzelsperger

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Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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