Kirche

Päpstliche Auszeichnung für Dr. Helmut Wittmann aus Seeon

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Mit dem Orden des Heiligen Papstes Silvester (Ritter) wurde der Seeoner Dr. Helmut Wittmann von Reinhard Kardinal Marx ausgezeichnet. Die Ehrung wurde dem Ministerialdirigenten a. D. bei einer Feierstunde in der ehemaligen Karmelitenkirche von München zuteil. Dem Kardinals-Vorschlag zur Auszeichnung  stimmte Papst Franziskus zu. Der Orden ist für Verdienste um die römisch-katholische Kirche und den katholischen Glauben und er wird mittelbar vom Papst an Laien verliehen.  Gegründet wurde der heutige Silvesterorden am 31. Oktober 1841 von Papst Gregor XVI. Seit 1993 kann dieser Orden auch an Frauen verliehen werden, Papst Johannes Paul II führte am 2. Juni 1993 die heutigen Ordensklassen ein, die sich wie folgt kategorisieren: Ritter / Dame, Komtur/  Komtur-Dame / Komtur mit Stern / Komtur-Dame mit Stern/ Großkreuz-Ritter und Großkreuz-Dame.

In der Laudatio heißt es: „Helmut Wittmann war Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus. Nach seinem Abitur im Jahr 1963 studierte er Lehramt für Grund- und Hauptschule. Von 1972 bis 1976 absolvierte er ein berufsbegleitendes Zusatzstudium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie. 1976 promovierte er zum Doktor der Philosophie. Von 1966 bis 1976 arbeitete Helmut Wittmann als Lehrer an Grund-, Haupt- und Förderschulen. Er war Ausbildungslehrer und Schulleiter. Er war Mitarbeiter des Kultusministeriums in den Bereichen Schulversuche und Bildungsplanung. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Ludwig- Maximilians-Universität München war er in den Bereichen Lehrerbildung und Bildungsplanung aktiv. 1976 bis 1977 absolvierte Dr. Helmut Wittmann den Lehrgang für Verwaltungsführung der Bayerischen Staatskanzlei mit Hospitationen unter anderem bei UN-Behörden. 1978 bis 1980 wirkte Dr. Wittmann an der Regierung von Oberbayern in den Bereichen Schulorganisation und Lehrerfortbildung. An der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen konzipierte erste Lehrgänge zur Ausbildung von Schulräten. 1980 wurde Dr. Wittmann Referent im Bayerischen Kultusministerium für außerschulische Bildung und Erziehung. Von 1985 bis 1995 war er dort Grundsatzreferent für Grundschulen und Hauptschulen in Bayern. Von 1995 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2009 leitete er die Abteilung Volksschulen und Förderschulen im Bayerischen Kultusministerium. Während seines beruflichen Werdeganges verfasste Dr. Wittmann insgesamt mehr als 100 Fachveröffentlichungen. Dr. Wittmann arbeitete unter anderem an den „Leitsätzen für den Unterricht und die Erziehung nach gemeinsamen Grundsätzen des christlichen Bekenntnisses an Grund-, Haupt- und Förderschulen“ mit. Er wirkte auch ehrenamtlich als Bezirksvorsitzender der Katholischen Erzieher-Gemeinschaft (KEG) sowie als jahrzehntelang als Pfarrgemeinderatsvorsitzender der Pfarrei St. Lambert in Seeon. Dr. Helmut Wittmann ist auch im Ruhestand ehrenamtlich höchst aktiv: So ist er unter anderem stellvertretender Vorsitzender der Konzertreihe „Musiksommer zwischen Inn und Salzach“, Beiratsmitglied der TIME for kids Foundation gGmbH, Vizepräsident des Deutschen Jugendherbergswerks, Landesverband Bayern und Stellvertretender Vorsitzender des Landeskuratoriums Bayernder Deutschen Lebensrettungsgesellschaft(DLRG)“.

Nach dem offiziellen Teil der Feierstunde konnte Dr. Helmut Wittmann Kardinal Marx beim persönlichen Gespräch ein Foto zeigen, das ihn mit dem früheren Papst Johannes Paul II. zeigt, dazu sagte der Kardinal: „Das ist auch für mich der einzige Heilige, mit dem ich schon persönlich gesprochen habe“.

Fotos: Hötzelsperger – Eindrücke  von der Ordensverleihung für Dr. Helmut Wittmann im Beisein seiner Frau Evi durch Reinhard Kardinal Marx

Repro: Dr. Helmut Wittmann mit Papst Johannes Paul II.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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