Leitartikel

Oberbayerischer Integrationspreis geht nach Rosenheim

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Ein Rosenheimer Jugendprojekt wird von der Regierung mit dem oberbayerischen Integrationspreis geehrt  – Jungen Rosenheimern den Weg ins Berufsleben zu erleichtern, das hat sich das hiesige Projekt „Jugend in Arbeit“ auf die Fahnen geschrieben. 

Nun wurden das Projekt und gleichzeitig seine 200 ehrenamtlichen Mitarbeiter, die als Paten für hilfsbedürftige Jugendliche zur Verfügung stehen, mit dem oberbayerischen Integrationspreis ausgezeichnet. In der Kategorie Arbeit & Wirtschaft, durfte sich die „Junge Arbeit“ über einen mit 1.150 € dotierten Preis freuen. Schon 2006 wurde in Prien die Idee geboren, schwächeren Schülern einen Paten an die Seite zu stellen, der sie bei Schulabschluß und Lehrstellensuche unterstützt. Mittlerweile ist diese Jugendförderung unter der Trägerschaft der „Rosenheimer Aktion für das Leben e.V.“ ein eingespieltes Zusammenspiel aus drei hauptamtlichen Leiterinnen, der guten Zusammenarbeit mit den Schulleitern der Mittelschulen im gesamten Landkreis, vielen sozial bewussten Arbeitgebern und den zuständigen Behörden.

Besonders zu würdigen sind die vielen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit den jungen Menschen schenken. Die 200 ehrenamtlichen Paten sind vielfältig aufgestellt. Vom jungen Büroangestellten bis hin zum ehemaligen Hochschulprofessor ist alles vertreten. Alle haben sich zum Ziel gemacht, jugendlichen Rosenheimern aus Stadt & Landkreis, die Unterstützung brauchen, einen guten Lebensweg zu bereiten. Das Patenprojekt ist auch stets auf der Suche nach weiteren Interessierten, die nicht unbedingt spezielles Können mitbringen müssen, sondern besser das Herzblut hilfsbedürftige Jugendliche ins Erwachsenenleben zu begleiten. Im Rahmen eines feierlichen Festakts durften Hans Mitterer ( Geschäftsführer der Jugend in Arbeit ) und Christine Domek-Rußwurm ( Vorsitzende der “Rosenheimer Aktion für das Leben e.V.” als Trägerin des Patenprojekt ) die Urkunde vom Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) entgegennehmen. Sie wurden hier vom Stv. Landrat Sepp Hofer in die Regierung von Obb. begleitet.

Der Minister lobte das Rosenheimer Patenprojekt in seiner Laudatio für seinen „unermüdlichen Einsatz im Ehrenamt, der damit viel zur gelingenden Integration in Oberbayern beitragen kann.“ Er würde es begrüßen, wenn weitere Landkreise diese Idee auch aufgreifen würden.  Der Verein „Jugend in Arbeit“ freut sich nach einem nicht einfachen Jahr über den warmen Geldregen von 1.150 €. Leiterin Kerstin Stock möchte damit neue Workshops für die Paten finanzieren. “In diesen Treffen lernen die Ehrenamtlichen die Organisation des Patenprojekt kennen und werden im Umgang mit den Jugendlichen gecoacht.“

Auf dem Foto v.l.n.r. – Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Christine Domek-Rußwurm ( Rosenheimer Aktion für das Leben e.V.), Hans Mitterer (Geschäftsführer Jugend in Arbeit)

Bericht und Fotos: Rosenheimer Aktion für das Leben e.V

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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