Brauchtum

Oarscheibn-Freuden beim GTEV Rossholzen

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die günstige Witterung am Ostermontag erfreute die Trachtler in Roßholzen. Sie konnten ihr traditionelles Oarscheibn nach dem eher winterlichen Ostersonntag bei schönem Frühlingswetter am Trachtenstadl in Hundham abhalten Die Familien trafen sich in Hundham wo noch niedriges Gras und eine kleine Böschung ist. Zwei große Rechen wurden so über Kreuz gelegt, dass die Stiele zusammen eine kleine Bahn ergeben. Auf diese Bahn legt man nun sein Ei und lässt es das Gefälle hinunter rollen. Wenn es zum stehen gekommen ist legt man auf sein Ei einen Cent (früher einen Pfenning). Der nächste an der Reihe der nun sein Ei hinunterrollt versucht nun durch die Richtung des Spitzes oder der stumpfen Rundung des Eies die selbe Laufbahn des Vorgängers zu erlangen. Wenn er das vorherige Ei oder ein anderes das schon im Gras liegt „anpeckt“ und der Cent runterfällt kann er diesen behalten. Manchmal streift ein Ei in seiner Laufbahn mehrere schon liegende Eier und alle Cents fallen runter. Dann kann der Mitspieler natürlich alle Cents einbehalten. „Das Oarscheibn war eine fröhliche Einstimmung auf unser Festjahr mit den Jubiläums-Veranstaltungen vom 14. August bis 20. August im Festzelt“ – so Vorstand Martin Schober bei der österlichen Zusammenkunft.

Fotos: Rainer Nitzsche

Weitere Informationen: www.trachtenverein-rossholzen.de

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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