Brauchtum

Neuwahlen beim Bayernbund – Friesinger jetzt Vorsitzender

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

25 Jahre war Adolf Dinglreiter aus Rosenheim Vorsitzender des landesweiten Bayernbundes. Nun übergab bei der Jahresversammlung im Kloster Andechs der ehemalige Landtagsabgeordnete dieses Führungsamt an Bezirksrat Sebastian Friesinger aus Albaching. Damit und mit weiteren Ämterbesetzungen ist der Kreisverband Rosenheim wieder stark im Landesverband vertreten. Dinglreiter wurde von der Versammlung zum Ehrenvorsitzenden des Bayernbundes ernannt.

„Bei Dir brennt das Herz für Bayern“ – mit diesen Worten charakterisierte in ihrer Laudatio Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner die Leidenschaft von Adolf Dinglreiter für Geschichte, Menschen, Land und Entwicklungen in Bayern und sie sagte weiter: „Brauchtum, Kultur und Sprache gaben Dir stets Halt in Deinen Aufgaben und Du hast es verstanden, diese Haltung in Orientierung für die Mitglieder und für die Bevölkerung umzuwandeln“. Weitere Gedanken von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner befassten sich mit dem in Bayern höchst ausgeprägten Ehrenamt sowie der Notwendigkeit, dass Integration nur dann gelingt, wenn keine Parallelgesellschaften entstehen. „Der Integration in Bildung und Arbeitsplätze für Menschen mit Bleibevoraussetzungen gilt unser Hauptaugenmerk, in den letzten beiden Jahren konnten wir 30.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und insgesamt 60.000 Beschäftigungsverhältnisse schaffen“, so die Ministerin, die die Integration als einen Handschlag bezeichnete, der aber nur dann möglich ist, wenn beide Seiten die Hand ausstrecken.

Adolf Dinglreiter erinnerte in seiner Rede an die Schwierigkeiten, die es zum Beginn seiner Amtszeit zu überwinden galt. Dank der Unterstützung durch das Haus Wittelsbach für den überparteilichen Bayernbund waren viele Aktivitäten möglich. So wurde mit der „Weiß-Blauen Rundschau“ eine richtige Zeitschrift geschaffen, es wurden Kreisverbände gegründet (der Rosenheim Kreisverband ist mit derzeit 700 Mitgliedern der stärkste in Bayern), der Bayernbund setzte sich erfolgreich dafür ein, dass der Lehrstuhl für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität erhalten blieb, das vom Bayernbund erarbeitete Buch „Freude an der Mundart“ fand und findet dankbare Verwendung in Schulen und Kindergärten und auch das Wertebündnis-Bayern-Projekt MundART WERTvoll ist ein Erfolg, auf den Dinglreiter mit Stolz verwies. Ehe es zu den Neuwahlen kam, bat Dinglreiter, an den Grundsätzen des Bayernbundes festzuhalten, diese sind die Vertiefung des bayerischen Geschichts- und Staatsbewusstseins, die Bewahrung der christlich-abendländischen Tradition, der Erhaltung der heimischen Kultur und Sprache aller Stämme, die Unterstützung von Heimatpflege, Brauchtum sowie Landsafts- und Naturschutz, die Stärkung der föderativen Ordnung in Deutschland, die Bewahrung der Eigenständigkeit Bayerns und ihrer Symbole sowie die Förderung eines Europas der Regionen mit entsprechenden verfassungsmäßigen Organen.

Als erste Amtshandlung des neuen Landesvorsitzenden Sebastian Friesinger ernannte dieser auf einstimmigen Beschluss der Landesvorstandschaft Adolf Dinglreiter zum Ehrenvorsitzenden, es folgte starker und stehender Applaus der Landesversammlung und die Übergabe einer entsprechenden Urkunde. Bei den Neuwahlen gab es folgende weitere Ergebnisse: Stellvertretende und gleichberechtigte Vorsitzende wie bisher Staatssekretär Bernd Sibler aus Deggendorf und Christian Glas vom Kreisverband Rosenheim, der bisherige Stellvertreter Josef Kirchmeier aus München wurde zum Ehrenmitglied ernannt und für ihn rückte Beisitzer Wolfgang Kink vom Bayerischen Sportschützenbund nach.   Schatzmeister bleibt Matthias Dambach aus Rosenheim, das Amt der Schriftführung übernahm in Abwesenheit Thomas Sax aus Haag von Gabriele Then aus Rosenheim.  Beisitzer sind fortan Prof. Dr. Dieter Weiß aus Nürnberg, Thomas Blösel vom Bezirksverband Franken, Hubert Dorn, Generalsekretär der  Bayernpartei sowie Monika Kaltner aus Mainburg vom Projekt MUNDart WERTvoll. Neu besetzt wurde das Amt eines Landesjugendbeauftragten, das Thomas Mittermeier vom Kreisverband Deggendorf übernahm.

Fotos: Kurt Franz – Neuwahlen beim Bayernbund

  1. Von links vor dem Kloster Andechs: Thomas Mittermeier, Christian Glas, Josef Kirchmeier, Prof. Dr. Dieter Weiß, der neue Landesvorsitzende Sebastian Friesinger, Wolfgang Kink, Monika Kaltner, der neue Ehrenvorsitzende Adolf Dinglreiter, Matthias Dambach und Staatssekretär Bernd Siebler.
  2. Sebastian Friesinger ehrt Adolf Dinglreiter mit einer Urkunde zum Ehrenvorsitzenden des Bayernbundes.
  3. Ministerin Ilse Aigner nach ihrer Laudatio mit Adolf Dinglreiter
  4. Stehender Applaus in Andechs für Adolf Dinglreiter
  5. Ehrungen: von links: Sebastian Friesinger, Wolfgang Kink, Ehrenmitglied Josef Kirchmeier, Ehrenvorsitzender Adolf Dinglreiter, stv. Vorsitzender Christian Glas und Schatzmeister Matthias Dambach.

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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