Sport & Freizeit

Neues Sport-Talent aus Oberaudorf

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Oberaudorf, bzw. die Region Rosenheim, hat ja schon so manches Sporttalent hervorgebracht. Nun geht vielleicht ein weiterer Stern am internationalen Sporthimmel auf. Der nun 14jährige Nachwuchs-Rennfahrer Johannes Harbich aus Oberaudorf (OT Niederaudorf) hat seine erste Saison in der Klasse „U15“ im internationalen Mountainbike-Downhill-Cup (Int. Specialized Rookies Cup by IXS) erfolgreich beendet und konnte sich im Mittelfeld etablieren. Der Rookies-Cup ist insgesamt in allen Klassen mit bis zu 350 Fahrern aus teilweise 10 Nationen besetzt, in der Klasse „U15“ treten bis zu 60 Fahrer an. Nach nur drei Monaten auf einem Downhill-Fahrrad, entschloß sich Johannes im August 2016, eine Woche lang an einem sogenannten „Rookies-Camp“, also einem Trainingslager für Nachwuchstalente in der Szene, in Serfaus-Fiss-Ladis (Österreich) teilzunehmen. Direkt im Anschluß an das Trainingslager fanden dann seine ersten beiden Rennen statt, wozu er von den internationalen Trainern (einstige und aktive Downhill- und Freeride-Fahrer/innen und Weltmeister) aufgrund seines Talentes auch zugelassen

wurde. Am Samstag war dann das Rennen im Rahmen des internationalen „Specialized Rookies-Cup by IXS“, welcher aus sechs Läufen pro Saison besteht, und am Sonntag der Lauf zur inoffiziellen Rookies-Weltmeisterschaft. Nach einer Woche hartem Vollzeit-Training und entsprechender Erschöpfung, dann im Anschluß daran das schrecklichste Wetter überhaupt zu den Rennen. Der Himmel öffnete all seine Pforten und es schüttete monsunartig, was dazu führte daß die sowieso schon sehr schwere und anspruchsvolle Strecke eigentlich nur noch aus Schlamm-Sturzbächen bestand. Wer aber glaubt, daß sich auch nur einer der Fahrer von so etwas abhalten läßt, den Berg so schnell wie möglich hinunterzustürzen, der hat noch nie ein Downhill-Rennen live erlebt. Bei allem Respekt vor anderen Sportarten, aber diese Burschen und Mädels sind wohl wahre Helden ! Johannes meisterte bravourös beide Rennen nur mit einem kleineren Ausrutscher und meinte dann völlig ausgelaugt am Schluß: „Ich will weiter Rennen fahren !“. So nahm man sich für 2017 vor, als Team (JEM-Racing) eine komplette Saison zu bestreiten, mit dem Ziel, sich bis Saisonende im Mittelfeld zu etablieren, was tatsächlich auch gelang. Im Laufe der insgesamt sieben Rennen gelang es Johannes immer wieder, selbst mit Fahrern die mehrere Jahre Erfahrung haben gleichzuziehen oder diese gar hinter sich zu lassen. Und das nach nur einem Jahr auf dem Downhill-Bike ! Die ersten Sponsoren waren zu Anfang auch gleich gefunden, nachdem man diese von dem Potenzial von Johannes überzeugen konnte. Natürlich bekommen die Sponsoren im Gegenzug regelmäßig kostenlose Werbung durch das Team, da man auf unterschiedlichen Plattformen im Internet vertreten ist. Wen es interessiert, der kann dort gerne mal vorbeischauen, und zwar unter folgenden Adressen:

  • Instagram: jem_racing
  • YouTube: JEM Racing

Zum Glück erfreut sich dieser Sport seit einigen Jahren einer stetig enorm wachsenden Fangemeinde und die Veranstaltungen sind entlang den Strecken, vor allem auch bei den Profis im Weltcup, mit begeisterten Besuchern gepflastert. Ja, Downhill-Rennen sind mittlerweile sogar wieder so werbewirksam, daß man diese auf mehreren Kanälen im Internet live überträgt. „Leider war das in den vergangenen Jahren nicht immer so“, bestätigt Martin Harbich, der Team-Manager von JEM-Racing, Trainer und Vater von Johannes, „aber wir alle hoffen, daß wir da wieder hinkommen, denn vor ein paar Jahrzehnten, als Downhill noch quasi in den Kinderschuhen steckte, wurden die Rennen sogar im Fernsehen übertragen. Jeder, der einmal bei solch einem Rennen dabei war, wird bestimmt vom DH-Virus infiziert und läßt sich von der Euphorie, dem Spaß, aber auch der Ernsthaftigkeit der Fahrer

und Teams begeistern“, so Martin Harbich weiter. Und ergänzend meint er: „Wer bisher gedacht hat, daß Downhill-Rennen ja gar nicht anstrengend sind und man ja einfach nur den Berg runter fahren muß, der soll gerne mal versuchen, auch als erwachsener erfahrener Mountainbiker, auch nur einem dieser 13 oder 15 jährigen Rennfahrer hinterherzukommen. Nach ein paar Metern wird derjenige garantiert verzweifelt aufgeben und sich die Augen reiben. Nach so einem Rennen, geschweige denn einem ganzen Rennwochenende, sind die Fahrer trotz Training richtig platt, das ist körperliche und geistige Höchstleistung !“. Für die Saison 2018 hat sich Johannes Harbich vorgenommen, möglichst regelmäßig unter die besten 20 zu fahren, bei 50 bis 60 Teilnehmern pro Rennen. Noch härteres Training, zusätzliche Sponsoren (neben den bisherigen: Fa. CRAFT, Bikepark Samerberg), unter anderem der deutsche Fahrradhersteller BERGAMONT, welcher Johannes eine neue Downhill-Maschine zur Verfügung stellen wird, oder das „Radwerk Traunstein“ sollen dafür sorgen, daß es im nächsten Jahr weiter voran

geht. Das große Ziel von Johannes ist es, mittelfristig im Europa-Cup und in einigen Jahren als Profi im Weltcup mitzufahren. „Sollte es Personen oder Firmen aus der Region geben, die einen jungen Nachwuchssportler unterstützen möchten, um im Gegenzug kostenlos von internationaler Werbung profitieren wollen, der kann uns sehr gerne per e-mail kontaktieren“, bietet der Teamleiter Martin Harbich an. Zu guter Letzt ist natürlich Mama Erika nicht zu vergessen, die nicht nur für die hervorragende Verpflegung bei jedem Rennen sorgt, sondern zum allgemeinen Wohlempfinden im Team ganz eintscheidend beiträgt.

Das Team wünscht Johannes für die Zukunft viel Glück und Erfolg!

Kontakt: jem-racing@online.de

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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