Kultur

Neues aus der Städtischen  Galerie in Rosenheim – Street Art

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Street Art ist jung! Street Art ist modern! Street Art ist Protest und Experiment! Street Art ist politisch! Street Art ist Kunst! – Wo sonst bemalte Leinwände in Museen ausgestellt werden, bespielt Street Art den öffentlichen Raum und macht Kunst für alle sichtbar. Bunte Graffitis, zackig an Wände gesprüht, beleben triste Unterführungen, raumgreifende Wandbilder sorgen auf grauen Betonwänden für ein optisches Spektakel. Street Art irritiert und provoziert. Street Art geht uns alle etwas an!

Mitte der 1980er-Jahre hatte München die Nase vorn. Noch vor Berlin! Mit einer bemalten S-Bahn fing die Bewegung in Deutschland an. Die jugendlichen Sprayer wurden damals zu Geldstrafen verurteilt – heute sind einige von ihnen renommierte Künstler. Das Wesen der Street Art ist jedoch bis heute die Unmittelbarkeit und Aktualität. Street Art mischt sich ein und mischt auf!

Am Puls der Zeit verbindet Street Art Menschen über Generationen, Geschlechter, soziale Unterschiede hinweg. Es ist ein Ausdruck, der in unsere Zeit passt und den unsere Zeit braucht wie selten zuvor. Denn von allem fordert und fördert Street Art mehr: mehr Neugier, mehr Spontaneität, mehr Mut, mehr Freiheit! Sie bildet ab und macht vor, wie divers und bunt unsere Gesellschaft sein kann. Sie ist Kunst, Lebensausdruck – und Lebenselixier. Sie bringt Städte zum Leuchten. Und steht jeder Stadt gut zu Gesicht!

Im Rahmen der Erlebniswochen “Sommer in Rosenheim” 2020 organisiert die Städtische Galerie Rosenheim vom 28. August bis zum 6. September 2020 das TRANSIT ART Festival und bringt damit Künstler*innen mit internationalem Renommee und ihre Kunst mitten nach Rosenheim, um das Gesicht der Stadt nachhaltig zu verändern.

Mit dabei sind:

  • Woodland (Erding)
  • Tomislav Topic von Quintessenz Art (Berlin)
  • Duo SOURATI (Christina Laube, Mehrdad Zaeri (Mannheim)
  • HERA (Berlin)
  • Corbinian Nicolai und Julian Strohmeier (Rosenheim).

Graue Betonwände, u.a. das Parkhaus P 12 sowie der ehemalige Filmpalast, werden sie innerhalb weniger Tage vor allen Augen sichtbar in raumgreifende Wandbilder (Murals) verwandeln und so für ein visuelles Spektakel mitten in der Stadt sorgen. Brachliegende Räume werden dabei nicht nur optisch aufgewertet, sondern auch kulturell angereichert – gewissermaßen im Vorbeigehen evozieren die Kunstwerke den Dialog und regen zum Austausch an zwischen Künstler*innen und Betrachtenden, zwischen Nachbarn, Generationen und Kulturen.

Weitere Informationen und Termine:

 Lageplan

Wände und KünstlerInnen

Förderer des TRANSIT ART Festival:

Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling / GWRS Rosenheim Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft der Stadt Rosenheim mbH / Roggermaier Gmbh Arbeitsbühnen / Prosol Lacke + Farben GmbH / Montana Cans_Motip Dupli GmbH / ro-copter / Flötzinger Bräu

MURAL WALK
2. September sowie Samstag, 5. September 2020
jeweils ab 18 Uhr, Start: Parkhaus P12 Bahnhof Nord, Eduard-Rüber-Straße 5 (Voranmeldung erforderlich (max. 20 TeilnehmerInnen) unter +49 (0) 8031/365 1447 oder galerie@rosenheim.de)

 BU Fotos:

Hera, „In this game called life, 2019, Berlin, Foto © Hera/Künstlerin

Duo Sourati, „Silent“, 2020, Mannheim, Foto © Alexander Krziwanie

Mr. Woodland, „Wildlife“, 2019, Erding, Foto © Mr. Woodland/Künstler

Tomislav Topic von Quintessenz, „Square“, 2019, Mannheim, Foto © Quintessenz

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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