Leitartikel

Neue Räume für Bäuerliche Familienberatung

Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Die Bäuerliche Familienberatung der Erzdiözese München und Freising befindet sich bereits seit 1. April am neuen Dienstsitz in Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim). Am heutigen Dienstag, 19. Oktober, hat Peter Bartlechner, der Leiter der Beratungsstelle, die Räumlichkeiten im Rahmen einer Eröffnungsfeier mit Segnung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dabei erläutert er kurz die Bedeutung der Bäuerlichen Familienberatung.

Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner sprach ein Grußwort. Als frühere Landwirtschaftsministerin (2008-2013) war es ihr ein Anliegen ist, dass die Dienststelle von den Bäuerinnen und Bauern gut angenommen wird. Vor Ort waren desweiteren der Leiter Dienststelle Peter Bartlechner, einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in einer zweijährigen Zusatzausbildung für den Beratungsdienst qualifiziert haben und Peter Bartlechner ehrenamtlich bei der Beratung unterstützen, Diakon Andreas Klein, der frühere Leiter der Dienststelle, der heute die neuen Räume segnete sowie der 1. Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen- Westerham, Hans Schaberl.

Im Büro der Bäuerlichen Familienberatung gehen pro Woche durchschnittlich fünf bis sechs Beratungsanfragen aus dem Umfeld der Landwirtschaft ein. Die Probleme sind vielschichtig: Im Mittelpunkt stehen häufig Paar- und Generationenkonflikte, komplexe Hofübergabesituationen, aber auch körperliche und psychische Überlastung und wirtschaftliche Existenzängste. „In vielen Fällen ist die Situation festgefahren und stark eskaliert“, hat Bartlechner festgestellt. „Aber schon ein Gespräch verschafft Erleichterung und bringt die Dinge in Bewegung“, so Bartlechner weiter. Bei verschiedenen Treffen – auch vor Ort und wenn möglich unter Einbeziehung aller am Konflikt Beteiligten – versucht er, die Lage schrittweise zu deeskalieren. Im Weiteren wird angestrebt, gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.

Insgesamt 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen den Leiter der Beratungsstelle bei Bedarf bei den Beratungen. Es sind Frauen und Männer unterschiedlichen Alters, die selbst aus der Landwirtschaft kommen oder einen Beruf haben, der damit in Verbindung steht. Alle haben eine zweijährige Zusatzausbildung durchlaufen und sich für den Beratungsdienst qualifiziert. „Sie wissen, dass es wichtig ist, bei den Ratsuchenden zunächst eine Basis des Vertrauens zu schaffen, damit dann der Boden bereitet werden kann für einen gelingenden Neuanfang“, erläutert Bartlechner.

Die Bäuerliche Familienberatung der Erzdiözese gibt es bereits seit 25 Jahren. Die bisherige Beratungsstelle war im Landkreis Mühldorf am Inn angesiedelt. Das neue Büro im Pfarrhof von St. Laurentius liegt auf der Strecke zwischen München und Rosenheim sehr zentral im Erzbistum und ist gut erreichbar. Wer sich beraten lassen möchte, dem sichert Bartlechner absolute Vertraulichkeit zu. Für den Zutritt zur Beratungsstelle gibt es eine eigene Eingangstür. (ls)
 

Weitere Informationen : www.erzbistum-muenchen.de/familie/baeuerliche-familienberatung

Bilder: EOM/Kiderle

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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