Leitartikel

Neu: Dr. Frank Gernand-Stiftung in Prien

Anton Hötzelsperger
Veröffentlicht von Anton Hötzelsperger

Viel hat Dr. Frank Gernand aus Prien in seinem bisherigen Leben bereits erreicht und geschaffen, jetzt nach seinem 80. Geburtstag hat er ein für ihn besonders wichtiges Ziel erreicht: er hat eine Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet, die Dr. Frank Gernand-Stiftung. Zu diesem Schritt entschied er sich, nachdem seine Ehe mit seiner vor elf Jahren verstorbenen Frau Hanna kinderlos blieb und er mit seinem geschaffenen Vermögen Personen, Projekte und Vereine unterstützen will, die ihm am Herzen liegen.

Corona-bedingt konnte Frank Gernand seinen 80. Geburtstag nicht groß feiern, vielmehr nahm er diesen zum Anlass, seinen Traum einer Stiftung zu verwirklichen, dazu erzählt er bei einem Besuch in seinem Haus in Prien: „Bis man eine Anerkennungsurkunde der Regierung von Oberbayern für eine Stiftung bekommt, ist es ein langer und weiter Weg. Bei mir war es am 17. Juni des Vorjahres soweit, dass ich die von Regierungspräsidentin Maria Els unterschriebene Urkunde in Händen halten konnte“. Der promovierte Maschinenbauer, der nach seinem Studium an der Technischen Universität in Berlin und nach mehreren Jahren in der Privatwirtschaft lange Zeit im Deutschen Patentamt in München beschäftigt war, freut es, dass seine Stiftung zur Förderung des Sports, insbesondere des Breitensports für Jugendliche, des Bildungswesens und der Seniorenhilfe anerkannt wurde. „Damit kann ich etwas zurückgeben, was ich selbst in meinem Leben erfahren und erhalten habe. Gerade die schulische Ausbildung, die mir mein Vater als Studienrat in schwierigen Zeiten ermöglichte, das Kennenlernen von Sorgen der Studenten, wenn es um die Unterkunft in einer Universitätsstadt geht, der Sinn und Nutzen von sportlicher Betätigung sowie nicht zuletzt die Notwendigkeit, Leuten im Alter zu helfen haben mich zu diesem Stiftungs-Zweck ermutigt“ – so der Stiftungs-Vorstand, der ein beachtliches Stiftungs-Kapital zur Verfügung stellte. Dieses Kapital gilt es auch in Zeiten der Negativ-Zinsen zu erhalten, Zuzahlungen und Spenden kommen dem Stiftungszweck zugute. „Meinerseits gehen die Mieteinnahmen aus einem 1976 in Berlin gekauften und selbst hergerichteten Haus auf das Stiftungskonto, von diesem Zuwachs können dann die Förderungen erfolgen“ – bereits im ersten Halbjahr des Bestehens der Stiftung konnten mehr als 30.000 Euro für die Förderung von Einrichtungen des Sports, der Bildung und der Seniorenhilfe ausgegeben werden. Diese Zuwendungen gingen anteilig an elf gemeinnützige und mildtätige Einrichtungen überwiegend von Gemeinden im Chiemgau, deren Zweck vom Stifter selbst festgelegt wurde. Bisherige Empfänger waren der TuS Prien, die Sportvereine in Rimsting und Schleching, die Schulen in Schleching, Prien und Rimsting, Einrichtungen der Altenhilfe in Prien, Rimsting und Schleching, die Schützengesellschaft Schafwaschen- Rimsting sowie ein Studentenwohnheim in einer Deutschen Universitätsstadt. Eigentlich wollte Dr. Frank Gernand die Stiftung im Stillen gründen und führen, doch nachdem sie anerkannt war und er dies in seinem Freundeskreis bekanntgab, wurde ihm angeraten, doch die Öffentlichkeit zu informieren. „Eine eigene Stiftung zu gründen ist schwer, aber es gibt viele Menschen mit gleichen oder ähnlichen Situationen wie bei mir und wenn diese Leute Ziel und Zweck meiner Stiftung für gut finden, können sie sich mit Spenden –natürlich gegen Spendenquittung- anschließen“ – dies war für ihn ein nachvollziehbares Argument. Dr. Frank Gernand, der 1967 seine Frau Hanna heiratete und mit ihr 1997 das Haus in Prien erwarb, war und ist gerne in Gesellschaft. So ist er seit gut 40 Jahren Mitglied und aktiv bei den Stockschützen der Schützengesellschaft Rimsting-Schafwaschen, 30 Jahre gehört er dem Kneipp-Verein Prien an, ebenfalls sehr lange ist er beim TuS Prien Mitglied und selbst sportlich aktiv ist und war er bei den Hufeisenvereinen in Schleching, Kössen und Kaltenbach.

Personen, die sich für die Dr. Frank Gernand-Stiftung näher interessieren können sich an den Stiftungs-Vorstand Dr. Frank Gernand wenden per email frankgernand@kabelmail.de

Fotos: Hötzelsperger – Stiftungs-Vorstand Dr. Frank Gernand – Anerkennungs-Urkunde der Regierung von Oberbayern.

Bürgermeister Andreas Friedrich zur neuen Stiftung mit Sitz in Prien: „Ich bin sehr glücklich, dass – gerade in diesen für alle finanziell sehr schwierigen Zeiten – Herr Dr. Gernand trotz mancher Hürden bei der Stiftungsgründung nie von seinem Ziel abgelassen hat und bin ihm persönlich sehr dankbar für seine erste Zuwendung an den Markt Prien im vergangenen Dezember, die wir ganz im Sinne des Spenders unter anderem für die Schularbeit verwenden werden.“

 

 

 

 

 

Über den Autor

Anton Hötzelsperger

Anton Hötzelsperger

Als freier Journalist bin ich bereits seit vielen Jahren mit der täglichen Pressearbeit für die Region Chiemsee, Samerberg und Oberbayern befasst. Mit den Samerberger Nachrichten möchte ich eine Plattform bieten für Beiträge aus den Bereichen Brauchtum, Landwirtschaft, Tourismus und Kirche, die sonst vielleicht in den Medien keinen breiten Raum bekommen würden.

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